Würschl: ÖVP finanziert Elite Unis für Privilegierte auf Kosten der Kärntner Kleinschulen

SP-Landesgeschäftsführer spricht von unerträglicher Leichtigkeit des VP-Scheinheiligseins

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik an der Doppelbödigkeit der Kärntner ÖVP und namentlich an VP-Landesrat Josef Martinz übt SP-Landesgeschäftsführer Herbert Würschl. Er macht die Bildungspolitik der ÖVP und VP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer für das "Kaputtstreichen im Schulbereich" verantwortlich. Dass immer mehr kleine Schulen geschlossen werden müssen, sei kein unabwendbares Schicksal, es gäbe einfach den politischen Willen der ÖVP, nötige Mittel für Kleinst- und Kleinschulen in Kärnten zu streichen, um damit ihre konservativen Elite-Unis für Privilegierte zu finanzieren, kritisiert Würschl.

Konkret weigere sich Gehrer die nötigen Mittel für die Aufrechterhaltung der Kleinschulen zur Verfügung zu stellen. "Die konservative Schulstreichungspolitik der ÖVP reicht von der Kürzung der Wahlfächer und unverbindlichen Übungen über die Weigerung zur Senkung der Klassenschülerzahlen bis zur Abwälzung der Finanzierung der Lehrerinnen und Lehrer auf das Land Kärnten", zeigt Würschl auf. Kärnten bezahle mehr als 300 Lehrerinnen und Lehrer selbst. Dadurch entstünden mehr als 12 Millionen Euro pro Schuljahr an Kosten für das Land, rechnet Würschl vor und fordert, dass sämtliche im Dienst befindlichen Lehrerinnen und Lehrer hinkünftig auch mit Bundesgeld bezahlt werden. "Hier manifestiert sich die unerträgliche Leichtigkeit des Scheinheiligseins der ÖVP: VP-Ministerin Gehrer weigert sich, die Lehrerinnen und Lehrer zu bezahlen und die Kärntner Volkspartei versucht das zu vertuschen und will die Bevölkerung für dumm verkaufen."

Würschl fordert weiters ein, dass bei sämtlichen Reformüberlegungen im Schulbereich insbesondere bei der Überlegung, ob Kleinschulen aufrechterhalten werden sollen, die Interessen der Schülerinnen und Schüler und die pädagogische Qualität des Unterrichts in den Mittelpunkt gestellt werden müssen. "Wir werden nicht umhin kommen zu überlegen, ob in Kleinschulen mit einer Lehrkraft ein breites und qualitativ hochwertiges pädagogisches Angebot von der Musikerziehung bis hin zur Leibeserziehung gegeben ist", erklärt Würschl. Auch der Aspekt des sozialen Lernens mit Gleichaltrigen dürfe in den Überlegungen zur Aufrechterhaltung der Kleinstschulen nicht außer Acht gelassen werden. (Schluss)

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