ÖAMTC-Flugrettung: 24 Stunden Patiententransport auf höchstem Niveau

Sechs Jahre Wr.Neustädter Intensivtransporthubschrauber

Wien (OTS) - Nach einem einjährigen Pilotprojekt fliegt der Wr. Neustädter Intensivtransporthubschrauber (ITH) bereits seit sechs Jahren rund um die Uhr als fixer Bestandteil des niederösterreichischen Rettungs- und Krankentransportwesens auch für Wien und Burgenland. Bis Ende August war die fliegende Intensivstation der ÖAMTC-Flugrettung in Kooperation mit dem Schwerpunktkrankenhaus der Stadt Wr. Neustadt 3.300 Mal unterwegs. Allein im heurigen Jahr flog der ITH schon 430 Einsätze.

Die medizinische Ausstattung des ITH wurde für Überstellungstransporte von Intensivpatienten optimiert, so Prim. Dr. Helmut Trimmel, medizinischer Koordinator der ÖAMTC Flugrettung und ärztlicher Leiter des Flugrettungszentrums in Wiener Neustadt. Ein wichtiger Schwerpunkt der Betreuungsqualität liegt aber in einer hoch qualifizierten Besatzung. Mit Fachärzten für Intensivmedizin, die über langjährige notfallmedizinische Erfahrung verfügen, sowie diplomierten Intensivpflegern wird ein Bett zu Bett-Transport auf höchstem Niveau angeboten.

Durch dieses System stellt die Christophorus Flugrettung in der gesamten Ostregion 24 Stunden am Tag sicher, dass auch kritisch kranke Patienten ohne Unterbrechung der lebensnotwendigen Intensivbehandlung transportiert werden können.

Nachts nur von Krankenhaus zu Krankenhaus

Aus Sicherheitsgründen fliegt die ÖAMTC-Flugrettung während der Nachtstunden keine Primäreinsätze, also Rettungsflüge in denen der Notarzt zur Erstversorgung direkt zur Unfallstelle gebracht wird. ÖAMTC-Flugrettungschef Kurt Nordberg: Obwohl Österreich über ausgezeichnete Flughinderniskarten verfügt, kann z.B. schon ein nicht gemeldeter Baukran zur Katastrophe führen. Weltweite Versuche, auch während der Nachtstunden Primäreinsätze zu fliegen, endeten meist mit Toten.

Während der Nachtstunden fliegt der blindflugtaugliche Intensivtransporthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung Verlegungstransporte von einem Krankenhaus in ein anderes. Nordberg:
Gemeinsame Überlegungen vor drei Jahren mit der damaligen Gesundheitslandesrätin von Niederösterreich, Heidemarie Onodi, über ein Pick up-System von beleuchteten Sportplätzen wurden aus medizinischen Gründen verworfen. Patienten hätten bei Wind und Wetter im Rettungswagen auf den Hubschrauber warten müssen. Letztendlich kam man zum naheliegenden Schluss, das dichte niederösterreichische Krankenhausnetz zu nutzen. In den Nachtstunden erfolgt ein direkter Transport eines schwerverletzten Patienten mit der bodengebundenen Rettung zur Erstversorgung in das nächstliegende Krankenhaus und sofern medizinisch notwendig - bei Parallelalarmierung des Hubschraubers ohne Verzögerung in das bestgeeignete Krankenhaus. Bei Katastrophen gelten natürlich andere Regeln.

Instrumentenflugtaugliche Hubschrauber

Die ÖAMTC-Flugrettung verfügt über zwei zugelassene blindflugtaugliche Hubschrauber, die für den 24-Stunden-Betrieb eingesetzt werden. Diese Zulassung bringt einen gewaltigen Sicherheitsgewinn, da dringend notwendige Krankentransporte auch bei schlechten Wetterbedingungen durchführt werden können. Geflogen wird wie bei Linienflugzeugen mit Radar, Satellitennavigation und Autopilot.

Sozialversicherung zahlt nicht einmal die Hälfte

Trotz medizinischer Betreuung in speziell ausgestatteten Hubschraubern auf höchstem Niveau zahlt die Sozialversicherung für medizinisch indizierte Überstellungsflüge nur 21,95 Euro pro Flugminute. Das ist nicht einmal die Hälfte der Selbstkosten alleine des Hubschraubers. Die Finanzierung der vielfach überlebensnotwendigen Sekundärtransporte ist nur durch das Engagement der großen Versicherungen Generali und Uniqa und der über 1,5 Millionen ÖAMTC-Mitglieder möglich.

(Schluss)
M.Pfnier

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