Verantwortliches Unternehmertum schafft Win-win-Situation auch für KMU

Wirtschaftskammer wird Leitfaden für Klein- und Mittelbetriebe vorlegen - Erster Leitfaden für die Holzwirtschaft - Verein "respACT als gemeinsame Plattform der Wirtschaft

Wien (PWK652) - "Corporate Social Responsibility" (CSR) ist für viele große Unternehmen bereits Teil der strategischen Unternehmensführung geworden. Für eine breite Bewegung ist es aber notwendig, dass sich auch die vielen Klein- und Mittelbetriebe Österreichs mit dem Konzept des verantwortlichen Unternehmertums identifizieren, erklärte Christoph Schneider (WKÖ) in Vertretung von Generalsekretär-Stv. Reinhold Mitterlehner Donnerstag Nachmittag im Arbeitskreis "CSR und Zivilgesellschaft" in Alpbach.

Tatsächlich ist verantwortliches Unternehmertum für viele der kleineren Unternehmen bereits gut etablierte Praxis. Sie halten dies für selbstverständlich und hängen es auch nicht an die große Glocke, führte Schneider aus. Doch beschäftigen sie sich nicht grundsätzlich mit dem Thema und können das große Potenzial nicht ausreichend nützen. Richtig eingesetzt, ist verantwortliches Unternehmertum ein entscheidender Schlüssel im Wettbewerb um motivierte Mitarbeiter, neue Kunden, zufriedene Anrainer und auch um neue Produkte und Dienstleistungen.

Um den Betrieben das Thema umfassend näher zu bringen, wird die Wirtschaftskammer einen spezifischen Leitfaden für KMU entwickeln. Dieser enthält Anleitungen, wie ein Unternehmer im Do-it-yourself-Verfahren die erforderlichen Schritte zur Integrierung der Ideen einer verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit setzen kann. Anhand einer Sammlung vorbildlicher Beispiele wird erläutert, was Branchenkollegen schon tun, und was vielleicht auf den eigenen Betrieb übertragen werden kann. Verwendung finden soll der Leitfaden auch an den Universitäten sowie bei Lehrerbildungsmaßnahmen an AHS und BHS. "Wir machen dabei deutlich, dass es nicht um neue und zusätzliche Verpflichtungen geht, sondern dass verantwortliches Unternehmertum eine win-win-Situation schafft", erklärte Schneider.

Ein Leitfaden wird sinnvollerweise für eine bestimmte Branchengruppe geschrieben. Daher wird ein erstes Paket zunächst bis März nächsten Jahres für die österreichische Holzwirtschaft entstehen, kündigte Schneider an. Durchgeführt wird das Projekt vom Verein "respACT Austria", einer gemeinsamen Plattform der Wirtschaft für Themen wie CSR, Unternehmensethik etc, die von WKÖ, IV, BMWA und BMSG getragen wird. Operativ betreut wird das Projekt von Mag. Birgit Müllegger, die ab heute, 1. September, als Trainee der WKÖ dem Verein für diese Tätigkeit zur Verfügung steht.

"Es geht also darum, erstmals ein breites Bewusstsein zu erzeugen, nicht nur aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern im wohlverstandenen Interesse auch der Unternehmen selbst. Dies trägt dazu bei, den Wirtschaftsstandort Österreich wettbewerbsfähiger und attraktiver zu machen, die Partnerschaft zwischen Unternehmen und Gesellschaft zu stärken und den Menschen in den Mittelpunkt der unternehmerischen Tätigkeit zu rücken", fasste der WKÖ-Wirtschaftspolitiker zusammen. In guter sozialpartnerschaftlicher Tradition werde man gemeinsam mit den Vertretern der Arbeitnehmerschaft und auch gemeinsam mit den verschiedenen Stakeholdern an einer humanen Marktwirtschaft bauen. (hp)

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