VP-Strobl: Starre Haltung der SPÖ in Sachen Bildungspolitik

Lehrerausbildung muss möglichst praxisgerecht erfolgen

Wien (VP-Klub) - "Es ist erschreckend wie unwissend und
unbeweglich die Wiener SPÖ in Sachen Bildungspolitik ist, betonte heute ÖVP Wien Bildungssprecher LAbg. Walter Strobl in seiner Replik auf Aussagen von Wiens Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl zur geplanten Schaffung Pädagogischer Hochschulen.

Dass die Ausbildung für Pflichtschullehrer in Pädagogischen Hochschulen erfolgen soll, wurde bereits im Akademiestudiengesetz beschlossen. Bis 2007 ist nun Zeit die Pädagogischen Akademien in Pädagogische Hochschulen überzuführen. Das müsste Brandsteidl eigentlich wissen und wenn sie das halt doch nicht weiß, dann müsste man ihr das sagen, betonte Strobl.
Dass die SPÖ noch immer den Einheitslehrer an der Uni möchte, ist auch nicht neu. Nirgendwo hat sich die totale Verwissenschaftlichung der Lehrerbildung bewährt. Strobl sieht, abgesehen von den ideologischen Dummheiten der SPÖ mit der Einheitslehrerausbildung, daher keinen Grund, die praxisnahe Form der Ausbildung der Pflichtschullehrer abzuschaffen. Eine aufgabenadäquate Lehrerbildung erfordert eine Optimierung von Studieninhalten und Studienorganisation. Das wird mit der Weiterentwicklung der Pädagogischen Akademien zur Hochschule auch geschehen.

Gemeinsames Grundstudium aller Lehrergattungen wäre zu überlegen

Strobl betonte den Wunsch der ÖVP Wien, die Pädagogische Hochschule auch mit der Möglichkeit eines Masterstudiums als Aufbaustudium nach der Pflichtschullehrerausbildung mit bestimmten Schwerpunkten wie z.B. ein "Masterstudium für Didaktik der Lehrerbildung" zu ermöglichen. Klug wäre zu Studienbeginn auch ein gemeinsames Grundstudium über zwei Semester aller Lehrergattungen an der Pädagogischen Hochschule (in Kooperation mit der Universität). Denn auch einem angehenden AHS-Lehrer kann es nicht schaden, im Zuge seiner Einstellungsüberprüfung den Umgang mit kleineren Kindern kennen gelernt zu haben. Das AHS-Lehramtsstudium soll aber sonst, schon wegen der fachwissenschaftlichen Anteile, an der Universität bleiben und mit dem Mastergrad abschließen.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002