Wiener Grüne: Ausbau der Radwege nicht auf Kosten der FußgängerInnen

Chorherr: "Radverkehr in Wien muss und kann verdoppelt werden"

Wien (OTS) - "1.000 Kilometer Radverkehrsnetz in Wien sind der
erste Schritt, aber bei den nächsten 1.000 Kilometern muss mehr auf die Qualität der Radverkehrsanlagen Rücksicht genommen werden", kommentiert Christoph Chorherr, Verkehrssprecher der Grünen Wien, den heute von Stadtrat Schicker gefeierten 1.000sten Kilometer im Wiener Radverkehrsnetz.

Von diesen 1.000 km sind aber nur 9,5 Prozent echte Radwege, 1,7 Prozent Mehrzweckstreifen, 0,3 Prozent Radstreifen und 13,9 Prozent geöffnete Einbahnen. Rund 600 km davon entfallen auf verkehrsberuhigte Zonen und ausgeschilderte Radrouten wie z.B. die Donauinsel. Die wichtigsten Maßnahmen sind die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in Nebenstraßen und die Öffnung von Einbahnen für den Radverkehr. Chorherr: "Rad-und Mehrzweckstreifen müssen weiter forciert werden. Sie sind an Kreuzungen oft sicherer als halbherzige Radwege und führen auch rascher zu einer Schließung der Lücken im Netz der Radfahranlagen."

Die von Schicker heute präsentierte Radverkehrsanlage in der Vivariumstraße in der Leopoldstadt zeigt allerdings exemplarisch die Schwächen des Wiener Radwegebaus. Um Platz zu gewinnen wurde der Gehsteig halbiert. Die Parkspur mit Querparkern hingegen wurde unangetastet gelassen. "Es darf nicht so sein, dass die Anlage von Radverkehrsanlagen auf Kosten der FußgängerInnen geht", kritisiert Chorherr. Dem steigenden Radverkehrsaufkommen muss ein qualitativ hochwertiges Angebot an Radverkehrsanlagen gegenüberstehen. "Nur so kann es möglich werden, von derzeit knapp 6 Prozent Radverkehrsanteil auf die Werte von Salzburg oder München mit 19 Prozent bzw. 15 Prozent zu kommen. Und das muss schlussendlich das Ziel sein", so Chorherr abschließend.

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