Schicker: Bald schon 6 Prozent Radverkehrsanteil in Wien

Wien hat ein Radverkehrsnetz von 1.000 Kilometer Länge

Wien (OTS) - Die Radsaison 2005 ist noch voll im Laufen und immer mehr Wienerinnen und Wiener entdecken die Liebe zum Fahrrad. Wien will den Anteil der RadlerInnen bis zum Jahr 2010 auf 8% anheben und steckt dafür insgesamt 30 Millionen Euro in den Ausbau des Radwegenetzes.

"Heuer investiert die Stadt 6 Millionen Euro, um der Wiener Bevölkerung hochwertige Radwege zur Verfügung zu stellen. Anfang der 90-er Jahre wurde mit einem Radwegenetz von 190 Kilometer Länge begonnen. Heute haben wir die 1000 km-Marke erreicht - und das ein Jahr früher als geplant", freut sich Wiens Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudi Schicker.

Die Ergebnisse der neuen Radverkehrszählung 2005 können sich sehen lassen: Durchschnittlich stieg der Radverkehrsanteil in ganz Wien um beachtliche 13,2% gegenüber 2002, an den Wochenenden sogar um über 16%. "Wir befinden uns mit einem Radverkehrsanteil von bald 6 Prozent auf dem besten Weg zum Ziel des Masterplan Verkehr. Nämlich der Verdoppelung der RadlerInnen und Radler in Wien", unterstreicht Schicker. Ausschlaggebend ist hier das breite Maßnahmenspektrum der Stadt: wird im Bereich der Verkehrsorganisation das Radwegenetz verdichtet, ergänzen Innovationen wie das mittlerweile international gefragte Gratisstadtradprojekt "Citybike" oder das in der Stadtplanung entwickelte Bauvorhaben "Bikecity" das Angebot für die radelnde Bevölkerung.****

Bezirksvorsteher Gerhard Kubik ist stolz, dass der 1.000ste Kilometer des Wiener Radverkehrsnetzes im 2. Bezirk gefeiert wird:
"Die Leopoldstadt war schon einmal der fahrradfreundlichste Bezirk in Wien und nach wie vor setzen wir uns vehement für die Radfahrerinnen und Radfahrer ein. Nach den Radwegen in der Untere Donaustraße und Nordbahnstraße, kommt nun mit dem Radweg in der Böcklinstraße ein bequemer Anschluss zum Prater dazu".

"Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Beim Radfahren werden keine wertvollen Rohstoffe verbraucht. Es verursacht keine Abgase und auch keinen Lärm. Darüber hinaus fördert das Radfahren die Gesundheit. In dicht bebauten und stark vom Verkehr belasteten Stadtgebieten ist man zudem mit dem Fahrrad meist am schnellsten unterwegs - insbesondere auf kürzeren Strecken bis zu 5 km Länge", betont in diesem Zusammenhang Wiens Radwegekoordinator Franz Blaha.

Die aktuellsten Ergebnisse der Radverkehrszählung

Die meisten RadfahrerInnen wurden bei Opernring, Mariahilfer Straße, Donaukanal, Prater Hauptallee, Lerchenfelder Gürtel und Alserbachstraße gezählt - hier sind an Werktagen jeweils zwischen 5000 und 8000 RadlerInnen unterwegs. In der Mariahilfer Straße beträgt der Radfahr-Anteil mittlerweile rund 20%! Bemerkenswert sind auch die Spitzenstunden am Morgen und am Abend sowie die relativ hohen Werte in den Nachtstunden - das beweist, dass Radfahren mittlerweile zur alltäglichen Mobilität gehört und viel mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung ist. Besonders sensibel sind RadfahrerInnen offensichtlich bei Umwegen - das belegen die unmittelbaren Erfolge von Lückenschluss-Maßnahmen, aber auch die vorübergehenden Rückgänge bei Baustellen.

Weitere Details der Erhebung

o Die händischen Zählungen zeigen, dass täglich bis zu 8.000 Radfahrbegeisterte die Radwege benutzen. Der wienweite Anstie
mit über 6% gegenüber 2002 und gegenüber 1999 mit sogar mehr als 40% ist enorm.
o Auch die automatischen Zählstellen signalisieren den deutlichen Trend zum Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel. So stieg im Juni
2005 die Zahl der RadlerInnen an Arbeitstagen um beachtliche
13,6% gegenüber dem Vorjahr an.
o Radwege, die etwa wegen Baustellen nur mit Umleitungen befahren werden können, werden natürlich weniger genutzt als vergleichbare, durchgängige Routen: So fahren am Wientalradweg mit täglich 1.000 RadfahrerInnen nur halb so viele wie auf dem Gürtelradweg.
o Aber auch in Straßen, wo es keine eigenen Radwege gibt, wird das Rad intensiv verwendet. In der Mariahilferstraße fahren täglich 3.700 RadlerInnen - um 15% mehr als noch 2002. Hier zeigt sich, dass direkt geführte Strecken mit vielfältigen und attraktiven Zielen bevorzugt werden.
o Hochrangige Radwege werden bis in die späten Abendstunden befahren.
o Der Radweg entlang der "Zweierlinie" boomt: heute fahren täglich 2.800 Menschen mit dem Rad zwischen der Alserstraße und dem Naschmarkt. Das ist ein Anstieg von 28% gegenüber dem Jahr 2002.

o Mehr Information finden Sie unter: http://www.radfahren.wien.at/

(Schluss) kel

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
DI Thomas Keller
Tel.: 4000/81 420
kel@gsv.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0018