Ärger im Urlaub: Die AK hilft

Linz (OTS) - Vor allem die Terroranschläge in diesem Sommer haben viele Reiselustige verunsichert. Da nicht alle Reiseveranstalter die Ansprüche der Konsument/-innen erfüllen, wenden sich immer mehr Urlauber/-innen an die Konsumenteninformation der AK Oberösterreich.

Im Vordergrund der bisher 1407 Anfragen und Beschwerden an die AK-Konsumenteninformation standen heuer Terroranschläge, der Konkurs eines Reisebüros und Flugverspätungen. Auffallend viele Beschwerden betrafen die Reiseländer Großbritannien, Ägypten und die Türkei. Grund sind die zahlreichen Terroranschlägen in diesem Sommer. Die Anfragen betrafen vor allem kostenlose Stornomöglichkeiten.

Schon bevor das Reisebüro Airport Last Minute im Juli in Konkurs ging, hatten sich viele Konsument/-innen beschwert, weil sie bei abgesagten Reisen ihre geleisteten Anzahlungen nicht rückerstattet bekommen hatten. Die AK half den Geschädigten und zeigte das insolvente Reisebüro sowohl bei der Gewerbebehörde als auch bei der Staatsanwaltschaft Linz an.

Immer wieder Probleme haben Flugpassagiere bei Verspätungen, Überbuchungen und Annullierungen. Viele Konsument/-innen beklagten sich, dass ihnen nicht einmal Erfrischungen angeboten wurden. Eine Entschädigung in bar wegen einer Annullierung wurde in den meisten

Fällen von der Fluglinie mit dem Hinweis auf höhere Gewalt abgelehnt. Nach Ansicht der AK sind die Fluglinien jedoch in den allermeisten Fällen schadenersatzpflichtig.

Auch heuer gab es wieder Reklamationen wegen (Bau-)Lärms, Verschmutzung im gesamten Hotelbereich sowie wegen Gestanks. Wenn Hotelanlagen nicht halten, was der Katalog verspricht, hat der Konsument ein Recht auf Preisminderung.

In den meisten Fällen fragen Konsument/-innen bei der AK um Rat. Wenn jedoch Reiseveranstalter berechtigte Ansprüche auf außergerichtlichem Wege nicht erfüllen, geht die AK Oberösterreich für die betroffenen Konsument/-innen vor Gericht.

Um dies zu vermeiden, fordert die AK von den Reiseveranstaltern, dass sie Vorkehrungen treffen, damit Überbuchungen sowohl bei den Flügen als auch in den Hotels endlich der Vergangenheit angehören. Außerdem sollen sie sich an den Grundsatz der Prospektwahrheit halten und nicht mit unerfüllbaren Leistungen werben.

Der Zugang zum Recht ist für Konsument/-innen oft sehr schwierig. Gerade bei niedrigen Streitwerten ist eine Klage wegen hoher Gerichts- und Anwaltskosten riskant. Vor allem Konsument/-innen, die ihren Flug nicht über einen Reiseveranstalter, sondern selbst buchen, sind bei einer Insolvenz der Fluglinie kaum geschützt. Die AK fordert daher eine verpflichtende Insolvenzabsicherung für Fluglinien.

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