Kranzl zur Neuauflage des Erstattungskodex (ehem. Heilmittelverzeichnis)

Die Verschreibung von Medikamenten ist seit 1. Juli 2005 noch einfacher

St. Pölten, (SPI) - "Vor allem chronisch kranke Menschen können aufatmen, denn sie werden von diesen Erleichterungen in erster Linie profitieren. Durch geänderte Abgabebedingungen kommen sie nun rasch und ohne Verzögerung zu ihren Medikamenten. So soll etwa die Zahl der chefärztlichen Bewilligungen um ein Fünftel zurückgehen und Großpackungen sollen wieder von den Krankenversicherungen übernommen werden", so Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl.***

Im Erstattungskodex (ehemaliges Heilmittelverzeichnis) werden alle Arzneispezialitäten verschiedenen Farben zugeordnet ("Ampelprinzip") und sind jene für Österreich zugelassenen erstattungsfähigen und gesichert lieferbaren Arzneimittelspezialitäten aufgezählt, die nach den Erfahrungen im In- und Ausland und nach aktuellem Stand der Wissenschaft eine therapeutische Wirkung und Hilfe für PatientInnen im Sinne einer Krankenbehandlung annehmen lassen. Durch das sog "Ampelprinzip" und die Ausweitung der Langzeitbewilligungen soll pro Jahr bis zu eine Million Chefarztanfragen entfallen, womit eine enorme Erleichterung für Versicherte und ÄrztInnen einhergeht. Unter bestimmten Bedingungen werden nun auch Großpackungen wieder auf Rechnung der Krankenversicherung verschrieben und vom Chefarzt genehmigt, wenn der individuelle Monatsbedarf nicht mit der üblichen Packungsgröße abgedeckt werden kann, wenn das Medikament bereits drei Monate gut vertragen wurde, dem Patienten hilft und das Medikament in diesem Zeitraum entsprechend den ärztlichen Vorgaben eingenommen wurde.

"Als zuständiges Regierungsmitglied für Konsumentenschutz freue ich mich über diese positiven Änderungen bei der Medikamentenabgabe, da erleichterte Abgabebedingungen für chronisch Kranke oder für in ihrer Mobilität beeinträchtigte PatientInnen eine wesentliche Erleichterung darstellen, früher regelmäßig notwendige Wege, langes Anstellen für Genehmigungen etc entfallen und der Verwaltungsaufwand an sich verringert sich", freut sich Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl.
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