- 31.08.2005, 11:28:04
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AK: Wirtschaftlicher Erfolg der voest-alpine hat nichts mit Privatisierung zu tun
Linz (OTS) - "Es gibt keinen Anlass, die Privatisierung der
voest-alpine als Hauptursache für den wirtschaftlichen Erfolg hoch zu
stilisieren", betont AK-Präsident Kalliauer. "Dass es dem Unternehmen
heute so gut geht ist erfreulich. Der Erfolg ist aber in erster Linie
auf die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf die
boomende Stahlkonjunktur zurückzuführen".
Die nun abgeschlossene Privatisierung der voest-alpine wird von
der Volkspartei als Erfolgsgeschichte verkauft. "Die Volkspartei
verwechselt hier Einiges. Die Grundlage für den heutigen Erfolg wurde
bereits vor Jahren gelegt, zu einer Zeit, als der von der ÖVP so
kritisierte Staatseinfluss auf das Unternehmen noch groß war. So
schlecht kann also die damalige Rechtsform nicht gewesen sein",
relativiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer den Jubel der
Volkspartei.
Für die Arbeiterkammer stehe weiterhin fest, dass die vollständige
Privatisierung nur die zweitbeste Lösung gewesen sei, betont
Kalliauer. Viel besser wäre es gewesen, den Einfluss der öffentlichen
Hand aufrecht zu erhalten. "Keiner kann sagen, was passiert, wenn
ausländische Investoren beginnen, den Aktien-Streubesitz aufzukaufen.
Private Investoren wollen Geld verdienen, sie bieten daher keinen
Schutz vor feindlichen Übernahmen", so Kalliauer.
"Für die Beschäftigten und die gesamte heimische Wirtschaft bleibt zu
hoffen, dass die voest-alpine ihren wirtschaftlichen Erfolg
fortsetzen kann und die Unabhängigkeit des Unternehmens gewahrt
bleibt. Erst in den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob der Jubel
über die Privatisierung nicht vorzeitig war", so Kalliauer.
Für Rückfragen:
Mag. Norbert Ramp, Tel. 050/6906-2187
norbert.ramp@ak-ooe.at
Experte: Dr. Josef Moser, Tel. 050/6909-2411
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