Schenner:"Nicht nur Arbeitsklima, auch Sommertourismus nicht schlechtreden"

"Juli-Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen" - Sommer bisher auf dem Niveau von 2004

Wien (PWK641) - Kritisch über die oft negative Darstellung der Tourismusentwicklung, speziell im laufenden Sommerhalbjahr, äußert sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Johann Schenner. Genauso wie es nicht angebracht ist, das Arbeitsklima in der Branche schlechtzumachen, sei es sicherlich auch problematisch, negative Saisonprognosen vorzulegen, bevor die tatsächlichen Zahlen auf dem Tisch liegen.

"Ich lasse es nicht gelten, dass die Tourismusbranche schlecht geredet wird, nur weil sich so mancher den Beruf anders vorgestellt hat", hebt Schenner hervor. Auch könne er nicht verstehen, wie schon vorzeitig über einen "schlechten Juli" gejammert werden konnte, wo doch die aktuellen Zahlen zeigen, dass der heurige Juli noch besser abschnitt als der schon hervorragende Juli 2004.

So nahm die Anzahl der Gästeankünfte im Juli 2005 um 3,8 Prozent auf 3,3 Millionen zu, was einem Plus sowohl bei ausländischen als auch bei inländischen Touristen zu danken ist (+4,0 bzw. +3,5 Prozent). Mit rund 13,7 Millionen Übernachtungen kommt der heurige Juli auf ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Juli 2004. Ausländische Gäste nächtigten um 2,2 Prozent häufiger als vor einem Jahr, inländische Gästenächtigungen waren hingegen leicht rückläufig (- 0,5 Prozent). "Die Ergebnisse des heurigen Juli können sich durchaus sehen lassen", fasst Schenner zusammen.

Auch die bisherige Sommerbilanz ist positiv. Mit rund 28,2 Millionen Übernachtungen (-0,2 Prozent) und 7,7 Millionen Ankünften (+1,6 Prozent) bewegt sich der Sommer 2005 auf Vorjahresniveau.

Die verheerenden Unwetter in weiten Teilen des Landes und vor allem in West- und Südösterreich werden das erwartete gute August-bzw. Gesamtsommerergebnis natürlich dämpfen, aber sicher nicht "umdrehen".

Neben den unzähligen Privatpersonen sind auch ganze Tourismusregionen und viele Tourismusbetriebe vom Hochwasser heimgesucht worden. "Für alle betroffenen, existenzbedrohten Betriebe gibt es, wie berichtet, seitens der Wirtschaft eine Soforthilfe von bis zu 10.000 Euro", kündigt Schenner an. Die Hochwasserhilfen der einzelnen Landeskammern können auf der Homepage www.dertourismus.at abgerufen werden. (hp)

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