FP-Schöggl:Mehr Schutz für Motorradfahrer durch "Gummivorhang"

"Experten schätzen, dass das System die Zahl der Todesfälle um 30 Prozent reduzieren kann."

Wien (OTS) - "Die Soboth ist eine der beliebtesten und auch meist befahrenen Motorradstrecken in der Steiermark. In den letzten zwölf Jahren krachten in 20 gefährlichen Kurven zumindest 37 Motorradfahrer in die Außenleitschiene, vier davon kamen dabei ums Leben. Als Pilotprojekt werden ab heute exakt diese Leitschienen mit einem ,Gummivorhang’ versehen, die Montagearbeiten werden rund eine Woche dauern", so FP-Landeshauptmannstellvertreter Leopold Schöggl.

Das neue System, das von einer oberösterreichischen Firma gemeinsam mit der Technischen Universität Graz entwickelt und in Crashversuchen mit bis zu 100 km/h getestet wurde, besteht aus recyceltem Gummi von Altreifen und einem Stahlband, das als Zugverbund dient. Schöggl:
"Dadurch werden Motorradfahrer vor einem Durchschlittern unter der Leitschiene geschützt, beim Anprall wird zusätzliche Energie abgebaut. Sie werden vom Motorrad getrennt und gleiten entlang der Leitschiene. Aber auch die Sicherheit für Pkw wird erhöht, da die Gefahr des ,Verhakens’ und eines Drehers in den Gegenverkehr vermindert wird."

Zur Befestigung werden Schrauben sowie die bereits in den Leitschienen vorhan-denen Bohrungen verwendet. Dadurch wird ein fester Zugverbund mit dem Leitschienensystem garantiert. Freilich wird der "Gummivorhang" mit Reflektoren versehen, damit die Linienführung auch in der Nacht erkennbar ist.

"Experten schätzen, dass das System die Zahl der Todesfälle um bis zu 30 Prozent senken kann. Motorradfahrer werden weiters vor dramatischen Unfallfolgen geschützt. Die Kosten für das Pilotprojekt betragen rund 100.000 Euro", schließt der Verkehrslandesrat.

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