Leitl zu Exporten: "Aufholjagd nach schwachem Start"

Überschuss in der Warenverkehrsbilanz im ersten Halbjahr 2005 von 200 Millionen Euro - kleine und mittlere Betriebe steigen zunehmend ins Exportgeschäft ein

Wien (PWK639) - "Für heuer hat das WIFO eine Exportsteigerung um 4,2 Prozent prognostiziert. Nachdem die Exporte in den ersten Monaten des heurigen Jahres nur mit rund 3 Prozent wuchsen und im Mai sogar stagnierten, geht es jetzt offensichtlich bergauf. Denn mit 8,39 Milliarden Euro konnten laut Statistik Austria die österreichischen Warenausfuhren im Juni 2005 um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesteigert werden. Nach einem schwachen Start am Anfang des Jahres setzen Österreichs Exportbetriebe jetzt zu einer Aufholjagd an." Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich ist optimistisch, dass Österreich heuer noch immer eine gute Chance hat, "im Exportgeschäft die Prognosen von WIFO und IHS zu übertreffen und mit einem Exportwachstum von 6 Prozent das Ziel der Wirtschaftskammer Österreich erreichen zu können." Zufrieden zeigte sich der WKÖ-Präsident damit, dass es im ersten Halbjahr 2005 gelungen ist, einen leichten Ausfuhrüberschuss von 0,2 Milliarden Euro zu erwirtschaften.

Leitl führt dies auch unter anderem darauf zurück, dass jetzt zunehmend die heimischen Klein- und Mittelbetriebe im Exportgeschäft mitmischen: "Zwischen Juli 2004 und Juni 2005 stieg die Zahl der Beratungen für Gewerbe- und Handwerksbetriebe in den Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich von 4215 auf 4930. Das Plus von 17 Prozent zeigt, dass die mit Jahresbeginn 2005 gestartete Exportinitiative für Gewerbe- und Handwerksbetriebe im Rahmen der Internationalisierungsoffensive sowie die verstärkten Bemühungen der Außenwirtschaftsorganisation zu greifen beginnen." Es tue Österreichs Wirtschaftsentwicklung sehr gut, dass neben den großen Unternehmen jetzt auch zunehmend kleine und mittlere Betriebe auf das runnig horse Export aufsteigen.

Laut Berechnungen der Statistik Austria stiegen die Einfuhren im ersten Halbjahr 2005 im Jahresabstand um 4,7 Prozent auf 45,45 Milliarden Euro, die Ausfuhren um 4,8 Prozent auf 45,64 Milliarden Euro. Während sich das Handelsdefizit mit den EU-Ländern auf 1,82 Mird. Euro verringerte, betrug das Aktivum der Handelsbilanz mit Drittstaaten rund 2 Mrd. Euro. (RH)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: (++43) 0590 900-4362
Fax: (++43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001