Natürliche Bevölkerungsbewegung in Wien im 1. Halbjahr 2005

Zahl der Geburten abermals gestiegen, Sterbefälle unverändert niedrig

Wien (OTS) - Nach dem von Statistik Austria gemeldeten vorläufigen Ergebnissen der natürlichen Bevölkerungsbewegung im 1. Halbjahr 2005 hat sich die positive Entwicklung in Wien fortgesetzt. Die Zahl der Geburten stieg um 316 auf 8.013 (+4,1%), die Sterbefälle gingen um 38 auf 8.149 zurück (-0,5%). Berücksichtigt man den Schalttag des Jahres 2004, so blieben die Sterbefälle praktisch unverändert, nachdem 2004 einen außergewöhnlich starken Rückgang um 5,9% gebracht hatte. Die Geburtenbilanz ist somit im 1. Halbjahr mit -136 negativ, hat sich gegenüber den Monaten Jänner bis Juni 2004 um 354 Personen verbessert. Da sich im 2. Halbjahr erfahrungsgemäß mehr Geburten, aber weniger Sterbefälle ereignen als im 1. Halbjahr, ist in Wien nach dem erstmaligen Geburtenüberschuss seit dem 2. Weltkrieg im Vorjahr auch für 2005 wieder mit einer positiven Geburtenbilanz von etwa 1.200 zu rechnen (endgültiges Ergebnis 2004: +873).

Wien ist anders

Die Entwicklung in Wien unterscheidet sich damit von der gesamtösterreichischen Entwicklung, wo die Zahl der Geburten stagnierte und jene der Sterbefälle um 2,7% zunahm. Außer Wien verzeichneten nur die Steiermark und Kärnten Geburtenzunahmen, einen Rückgang der Sterbefälle hat außer Wien nur noch Vorarlberg aufzuweisen. Während sich die Geburtenbilanz in Wien somit deutlich verbessert hat, verschlechterte sie sich in den übrigen Bundesländern mit Ausnahme Vorarlbergs, wo sie fast unverändert blieb.

Der Geburtenanstieg ist hauptsächlich auf die Bevölkerungszunahme zurückzuführen, aber auch das Fertilitätsniveau dürfte abermals geringfügig gestiegen sein. War die Gesamtfruchtbarkeitsrate (durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau) früher in Wien die niedrigste aller Bundesländer, so übertrifft sie seit 2002 schon den österreichischen Durchschnitt (2004: 1,42). Der Anteil der Neugeborenen mit ausländischer Staatsangehörigkeit blieb mit 19% gegenüber 2004 unverändert. 28,8% der Kinder kamen unehelich zur Welt, damit verringerte sich dieser Anteil bisher gegenüber 2004 um 0,5 Prozentpunkte. In der Bundesländerreihung wurde Wien vom Burgenland und Niederösterreich überholt und liegt nur noch vor Vorarlberg an 8. Stelle.

Erfreulich niedrig war im 1. Halbjahr 2005 die Säuglingssterblichkeit mit 4,2 Promille (2004: 5,7). Die niedrigste bisher in Wien verzeichnete Säuglingssterberate waren 4,6 Promille (1997), angesichts der kleinen Fallzahlen unterliegt die Säuglingssterberate aber stärkeren Zufallsschwankungen. Hingegen hat die Zahl der Totgeborenen zugenommen, auch hier unterliegen die kleinen Fallzahlen aber beträchtlichen Zufallsschwankungen.

Eheschließungen nur im Mai gestiegen

Nicht fortgesetzt hat sich der Trend der steigenden Zahl der Eheschließungen, diese gingen im 1. Halbjahr 2005 nach kräftigen Anstiegen in den 3 davor liegenden Jahren um 7,4% auf 4.813 zurück. Einzig im Mai 2005 wurden mehr Ehen geschlossen als im Vergleichsmonat des Vorjahres, die Zahlenmagie des Datums, die auch schon im April 2004 zu überdurchschnittlich vielen Trauungen Anlass gab, schlägt sich auch in der Statistik nieder.

Die Tabelle ist im Internet unter
https://www.wien.gv.at/statistik/daten/pdf/bevbew-monat-vorl.pdf
gespeichert.

(Schluss) rit

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