Sima: Qualitätsmerkmal für Obst und Gemüse aus Wien

Positive Zwischenbilanz und neue Herbst-Kampagne der Plattform "Freiwillig ohne Gentechnik"

Wien (OTS) - "Freiwillig ohne Gentechnik" - unter diesem Motto
haben die Stadt Wien, die LGV Frischgemüse und die Wiener Landwirtschaftskammer im März eine Plattform gegründet, um das Wiener Gemüse auch künftig gentechnikfrei zu halten. "Bisher ist gut ein Drittel der Wiener Bauern der Allianz beigetreten, die restlichen werden nun nochmals herzlich dazu eingeladen", zieht Umweltstadträtin Ulli Sima am Freitag bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Vertretern der LGV Frischgemüse und der Wiener Landwirtschaftskammer eine erste Zwischenbilanz. Die beigetretenen Landwirte verpflichten sich mit ihrer Unterschrift der "Wiener Deklaration" zu einem freiwilligen Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut. Im Gegenzug werden sie über aktuelle Entwicklungen im Saatgutbereich informiert. Weiterer Vorteil ist das neue gemeinsame Logo, das beim heutigen Pressegespräch präsentiert wurde.

Mit dem Logo "Freiwillig ohne Gentechnik" wird in den kommenden Wochen für die gentechnikfreie Wiener Produktion geworben. Im Rahmen einer Bezirkstour wird an großen Plätzen in Wien über die Vorzüge von Obst und Gemüse aus Wien informiert, eine Imagekampagne soll das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Wiener Landwirtschaft stärken:
Obst und Gemüse aus Wien sind von hoher Qualität und durch die kurzen Transportwege ist ihr Genuss auch ein aktiver Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz. Das Logo wird Betriebe und gentechnikfreie Produkte aus Wien auszeichnen. Höhepunkt ist schließlich ein großes Fest auf der Freyung am 24./25. September, bei dem die Leistungen der Wiener Landwirte präsentiert werden.

Für Alleinvorstand der LGV, Ökonomierat Karl Nehammer, ist die Entwicklung ebenfalls sehr erfreulich: "Die Mitgliedsbetriebe der LGV- Frischgemüse Wien stehen geschlossen hinter der Wiener Deklaration und haben bereits mehrheitlich ihre Beitrittserklärungen abgegeben. Für die Wiener Gemüsebaubetriebe ist klar, dass sie ihre Zukunft in einem globalen Markt nur dann sichern können, wenn sie gesundes Gemüse von bester innerer und äußerer Qualität produzieren und die Konsumenten davon auch überzeugt sind. Lebensmittelsicherheit, Gentechnikfreiheit und deren Kontrolle sind vorrangige Ziele der Wiener Gemüseproduzenten in der LGV-Frischgemüse Wien."

"Wir sind sehr froh, dass die Umsetzung dieser langfristigen Initiative bisher gut gediehen ist und nun neben der Präsentation des neuen Labels auch erste Vermarktungshilfen anlaufen. Damit wird diese Initiative zu einer Win-win Situation für alle Beteiligten", so Ökonomierat Wilhelm Jezik, Präsident der Landwirtschaftskammer Wien. Die Landwirte sehen durch die Maßnahmen zur Absatzstärkung ihre Bemühungen um die Produktion sicherer und ökologisch wertvoller Lebensmittel honoriert. "Das stärkt unsere Position und hilft uns, noch weitere Betriebe zur Unterzeichnung zu bewegen," erklärt der Kammerpräsident.

Gleichzeitig wird das ohnedies bereits hervorragende Image regionaler Lebensmittel durch ein weiteres von den Konsumenten gewünschtes Qualitätsmerkmal verbessert. "Wir erhoffen uns, dass das neue Label mittelfristig zum Kennzeichen für die hervorragende Qualität, für natürlich gewachsene und gesunde Lebensmittel aus landwirtschaftlichem Anbau wird und langfristig zu einer Umstellung der Einkaufsgewohnheiten der Wiener Bürger führt", meint Jezik.

"Mit Doppelstrategie das Wiener Obst und Gemüse gentechnikfrei halten"

17 % der Fläche Wiens werden von rund 900 bäuerlichen Betrieben landwirtschaftlich bearbeitet. Besonders hervorstechend ist der Gemüseanbau, es dominieren Gurken, Paradeiser, Paprika und Häuptlsalat, aber auch Radieschen, Karfiol und Kohlrabi werden angebaut. Das alles nach den Grundsätzen der "Integrierten Produktion", sehr umweltfreundlich und gesund. In vielen Bereichen werden Nützlinge gegen Schädlinge eingesetzt. Jährlich werden rund 50.000 Tonnen Frischgemüse produziert. Die garantierte Gentechnikfreiheit ist ein zusätzliches Qualitätsmerkmal. Wien will Obst und Gemüse mit einer "Doppelstrategie" gentechnikfrei halten:
"Zum einen mit dem Wiener Gentechnik Vorsorgegesetz, das mit den Stimmen aller im Landtag vertretenen Parteien vor dem Sommer beschlossen wurde, zum anderen mit der Plattform", erläutert Umweltstadträtin Sima. Die überwiegende Mehrheit der Wienerinnen und Wiener lehnen die Gentechnik auf Feld und Teller entschieden ab, auch die Wiener Landwirte wollen mehrheitlich keine Gentechnik.

2. Wiener Bäuerinnen- und Bauernfest am 24./25. September auf der Freyung

Um die hervorragende Leistung der Wiener Bäuerinnen und Bauern zu präsentieren, lädt die MA 49 - Land- und Forstwirtschaft am 24./25. September zum 2. Wiener Bäuerinnen- und Bauernfest. Die BesucherInnen erfahren alles über die Wiener Landwirtschaft, für die Kinder gibt es ein tolles Unterhaltungsprogramm, mit Spiel und Spaß soll auch den jüngsten Besuchern die zentrale Bedeutung der Wiener Landwirtschaft näher gebracht werden. "Wir sind stolz auf die bäuerliche Leistung in der Stadt, Wien könnte sich täglich selbst mit frischem Gemüse versorgen, ohne importieren zu müssen, dies ist wohl einzigartig für eine Millionenstadt", so Stadträtin Sima. (Schluss) vor

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