Faymann: Dr. Gerhard Cech neuer Leiter der Baupolizei

Wohnbaustadtrat lobt Arbeit der Baubehörde

Wien (OTS) - "Viele Bürger haben mit der Baubehörde kaum etwas zu tun, nichts desto trotz leistet sie für die Sicherheit der Bewohner unschätzbare Dienste. Sie behandelt jährlich etwa 15.000 Baubewilligungen, sie bearbeitet ca. 8000 Anzeigen und Eingaben pro Jahr und sie erteilt jedes Jahr ungefähr 1.500 Bauaufträge zur Absicherung oder Instandsetzung von Gebäuden. Mit solchen Bauaufträgen wird zum Beispiel verhindert, dass Passanten durch herab fallende Gegenstände gefährdet werden und dass Mieter in Wohnhäusern leben müssen, die baufällig und gefährlich sind", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann anlässlich der Präsentation des neuen Leiters der MA 37, Dr. Gerhard Cech.

Dr. Cech ist seit Mitte August im Amt und folgt SR Herbert Richter nach, der die MA 37 von 1996 bis 2005 geleitet hat. In die Funktionszeit Richters fällt vor allem die Neustrukturierung der MA 37. Aus 16 kleinen zersplitterten Außenstellen wurden vier leistungsfähige Gebietsgruppen. Diese Reform hat die Rechtssicherheit für die Bürger weiter verstärkt und zu einer spürbaren Verfahrensbeschleunigung geführt.

Die MA 37 ist die größte Behördendienststelle Österreichs. Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit der Bearbeitung der jährlich etwa 15.000 Baubewilligungen, die vom Hochhaus über die Tankstelle, das Kleingartenhaus, die Plakatwand und den Aufzugseinbau bis zur Wohnungszusammenlegung reichen, beschäftigt.****

Im Verfahren für eine Baubewilligung gibt es durchschnittlich zwei bis drei Bauverhandlungen. Die Hälfte aller Bauverhandlungen erfolgt vor Ort.

Jedes Jahr werden etwa 650 neue Gebäudeadressen festgelegt. Die MA 37 verwaltet u.a. ein Planarchiv, dass jedes Gebäude in Wien erfasst.

Insgesamt sind das 160.000 Akten, die von der Baubehörde verwaltet und auf dem neuesten Stand gebracht werden. Darüber hinaus sind in der Baubehörde zahlreiche Amtssachverständige auf dem Gebiet des Baurechts, der Baustatistik, der Bauphysik, des Eisenbahnwesens, der Aufzugstechnik usw. tätig.

Wie lange dauern die Bauverfahren?

Normale Bauverfahren (vom Hochhaus bis zur Kleingartenhaus) dauern im Durchschnitt 3 Monate (darin sind auch die Zeiten enthalten, die für die Nachreichung von Unterlagen benötigt werden; passen alle Unterlagen, liegt der Schnitt schon jetzt bei rund 1 Monat). Bauaufträge werden bei Gefahr im Verzug sofort erteilt, andere innerhalb von 14 Tagen.

Der neue Leiter der MA 37, Dr. Cech nennt als ein wichtiges Ziel die weitere Beschleunigung der Bauverfahren: "Die Bauverfahren sind wichtig für den Wirtschaftsstandort Wien (Gewerbebetriebe) und für die Lebensqualität in der Stadt (Wohnungen), primäre Aufgabe der nächsten Zeit wird sein, noch bürgerfreundlicher zu werden und die Verfahren noch schneller und effizienter abzuwickeln. Dazu werden kürzere Entscheidungswege innerhalb der Abteilung, sowie die Erhöhung der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen.

Auch die vereinfachten Bewilligungsverfahren sollen stärker gefördert werden ( sie werden derzeit zu wenig in Anspruch genommen). Die Kommunikation mit der Architektenkammer und Wirtschaftkammer wird intensiviert, um damit eine Verbesserung der Einreichunterlagen zu erzielen.

Zudem muss in jedem Fall die Rechtsstaatlichkeit der Verfahren immer gewährleistet sein. Als Jurist ist es mir ein großes Anliegen, dass die Verfahren korrekt und objektiv durchgeführt werden. Das bedeutet nicht, dass jedes Verfahren wissenschaftlichen Ansprüchen genügen muss, weil sonst die Schnelligkeit der Verfahren leidet. Praktikable Lösungen werden angestrebt, soweit sie sich im Rahmen der Bauordnung bewegen." (Schluss) gmp

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
mil@gws.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0009