Gesundheitsreform greift: Ausgaben für Medikamente in Apotheken rückläufig

Elektronische Rezeptverrechnung erfolgreich umgesetzt

Wien (OTS) - Die Gesundheitsreform mit der Senkung der Handelsspannen sowie mit dem verstärkten Einsatz von Generika hat voll gegriffen: Die Bilanz der österreichischen Apothekerkammer für die ersten sieben Monate des Jahres 2005 zeigt, dass die Krankenkassen-Umsätze der öffentlichen Apotheken infolge der Gesundheitsreform inflationsbereinigt stark zurückgegangen sind.

Die Umsatzentwicklung der öffentlichen Apotheken im Bereich des Krankenkassenumsatzes kam im Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Juli 2005 nicht einmal an die Inflationsrate von 2,5 Prozent heran. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist dieser Umsatz um lediglich 1,5 Prozent gestiegen. Das bedeutet einen realen Rückgang der Ausgaben für Arzneimittel. Die angepeilte Obergrenze der Kassenausgaben für Medikamente, die eine Steigerung von 3 bis 4 Prozent vorgesehen hätte, wurde damit deutlich unterschritten. Das teilt die Österreichische Apothekerkammer in einer Presseaussendung mit.

Elektronische Rezeptverrechnung läuft reibungslos

Trotz der Umsatzverringerung und der damit verbundenen rückläufigen Ertragskraft haben ausnahmslos alle Apotheken in Österreich die vollelektronische Rezeptverrechnung mit den Krankenkassen seit 1. Jänner 2005 umgesetzt. Die Rezeptdaten stehen den Krankenkassen somit seit Jahresbeginn vollständig und elektronisch in kürzester Zeit zur Verfügung. Die Evaluierung sämtlicher Arzneimittelverschreibungen im Sinne der Gesundheitsreform ist dadurch einfach, rasch und kostengünstig möglich.

Österreichs Apotheken auf einen Blick

In Österreich gibt es 1.176 öffentliche Apotheken, mehr als die Hälfte davon am Land und in Kleinstädten. Rund 4.600 Apotheker und Apothekerinnen beraten die österreichische Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Insgesamt arbeiten in Österreichs Apotheken zirka 13.000 Personen, in etwa 90 Prozent davon sind Frauen.

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