IV zu Innovationspolitik: Etappenziel erreicht, weiterer Anstieg steht noch bevor

IV begrüßt klares Gehrer-Bekenntnis zum AIST - Innovationspolitik zu Schwerpunkt der EU-Präsidentschaft machen

Wien (OTS) - (PdI) "Auf dem Weg ins europäische Spitzenfeld der Innovationspolitik hat Österreich ein wichtiges Etappenziel erreicht. Der Innovationsstandort wurde aus dem europäischen unteren Drittel an die Spitze herangeführt. Ein weiterer Anstieg steht uns aber noch bevor", sagt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer anlässlich der heutigen Vorstellung der "Strategie 2010" durch Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni in Alpbach. Die IV begrüßt das klare Bekenntnis der Bildungsministerin zum Austrian Institute for Science and Technology (AIST) sowie die heute geäußerte Absicht, das AIST mit anderen Excellence-Centers zu vernetzen. "Nur durch die optimale Verbindung von Köpfen, Struktur und Finanzierung kommen wir an die europäische Spitze", so Beyrer.

Der sichere Platz im oberen Mittelfeld reiche für eines der wohlhabendsten Länder Europas nicht aus, um Wettbewerbsfähigkeit und damit Beschäftigung und den Sozialstaat nachhaltig zu sichern. Die Präsentation der "Strategie 2010" habe eine eindrucksvolle Bilanz von vier Jahren erfolgreicher Innovationspolitik gezeigt. Es sei auch ein Erfolgsbericht eines vielfach kritisierten und auch für die Politik teilweise unangenehmen strategischen Beratungsorgans Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Das Anfang September neu zu besetzende Gremium müsse das Strategiekonzept "nicht nur konsequent, sondern vor allem rasch umsetzen", fordert die IV.

Es sei zu begrüßen, dass das Strategiekonzept im Vorfeld der österreichischen EU-Präsidentschaft Leitlinien enthalte, die über die nationale Ebene hinaus auch für Europa prioritär seien. Hier sind aus Sicht der IV die Excellence-Strategien insbesondere für den Hochschulbereich, der Qualitätssprung in die Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie sowie die Sicherung der Humanressourcen als europäische Herausforderung zu nennen. Auch die Finanzierungsstrategie Österreichs zur Erreichung des Lissabon-Zieles - 3 Prozent Anteil von Forschung und Entwicklung am BIP bis 2010 -sei auf die europäische Ebene übertragbar. "Es ist zu verhindern, dass während der österreichischen EU-Präsidentschaft ein 7. Rahmenprogramm beschlossen wird, das zu einem realen Rückgang der Zukunftsinvestitionen führt", betont der Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung der IV, Dr. Gerhard Riemer.

Als positiv bewertet die IV, dass vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung neue Erkenntnisse - wie etwa die zentrale Rolle von Leitbetrieben (LCU) - berücksichtigt wurde. Auch die Betonung von regionalen, nationalen und europäischen Initiativen sei zu begrüßen. Nur durch einen strategischen Mitteleinsatz könnten Parallelstrukturen verhindert und optimale Ergebnisse erzielt werden. Ebenfalls positiv sei die Ergänzung der Strategie um die Rolle des Bildungswesens zur Sicherung des Nachwuchses an Wissenschaftern, Technikern und Forschern. "Scientific Litericy" dürfe kein bloßes Schlagwort sein. "Innovation beginnt in der Schule", so Riemer. Österreich müsse sich so von Grund auf als symbiotischer Kultur- und Technologiestandort etablieren.

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