Kuntzl: Schulanfang - der Euro rollt

Ausgaben für Nachhilfe könnten auf Null reduziert werden

Wien (SK) Mit dem bevorstehenden Schulanfang kommen auf die Familien auch wieder jede Menge finanzielle Ausgaben hinzu. Gerade jene SchülerInnen, die mit einem Nachzipf ins neue Jahr starten, mussten im Sommer viel Geld für Nachhilfe ausgeben. "Das muss nicht sein. Die Ausgaben für Nachhilfe könnten auf Null reduziert werden, wenn es den politischen Willen dazu gäbe", erklärte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Kuntzl betonte, dass pro Jahr 100 Millionen Euro für Nachhilfe ausgegeben werden. 60 Millionen davon für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Eine Stunde privater Nachhilfeunterricht kostet bis zu 35 Euro. In Lerninstituten kosten 60 Minuten Pauken bis zu 80 Euro.

"Es ist kein unabwendbares Schicksal, dass Eltern Unsummen dafür ausgeben müssen, dass ihr Kind in die nächste Klasse aufrücken darf. Es ist Tatsache - von vielen Ländern vorgeführt - dass Kinder völlig ohne Nachhilfe ihren schulischen Erfolg erzielen können und Eltern keinen Cent für zusätzliche Nachhilfe ausgeben müssen", so die SPÖ-Familiensprecherin. Um zusätzlich zu bezahlende Nachhilfe überflüssig zu machen, müsse man nur auf Kurssysteme, Verstärkung der individuellen Förderung und Lernen in Kleingruppen setzen. "Allein der ÖVP fehlt der politische Wille dazu", so Kuntzl.

Nimmt man allein die Ausgaben für private Nachhilfe sowie die Kosten für ein Schulstartpaket, die die AK mit durchschnittlich 150 Euro angibt, dann lasse sich leicht ablesen, um wie viel schwieriger der Schulstart für Kinder aus sozial schwachen Haushalten ist. "Es ist beschämend, dass in einem Land wie Österreich die Geldbörse der Eltern über den Werdegang eines Kindes mitentscheidet. Die SPÖ bleibt daher bei ihrer Forderung nach international erprobten Schulmodellen wie die Gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen, die soziale Unterschiede ausgleicht", so die SPÖ-Familiensprecherin abschließend. (Schluss) cs

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