BZÖ-Barnet - Wien Energie: Wiener Strom- und Gaskunden zahlen teure Sponsorings, Plakate und Inserate!

BZÖ-Forderungen: Keine Gewinne sondern kostendeckendes Wirtschaften, kostenlose Überprüfung der Zähler, bessere Konditionen für Privatkunden bei längerfristigen Bindungen

Wien (OTS) - Der Wiener BZÖ-Obmann Günther Barnet übte heute im Rahmen einer Pressekonferenz heftige Kritik an Verrechnungspraxis und Sponsoring der Wien Energie, die ja Teil der Stadt Wien ist. Wien Energie habe im Geschäftsjahr 2003/2004 einen Überschuss von 100 Millionen Euro erwirtschaftet. Darüber hinaus weise die Bilanz eine Gewinnrücklage von 570 Millionen Euro aus. "Mit diesem Geld werden Sponsorings getätigt, Plakate und Zeitungsinserate finanziert was das Zeug hält. Das Zahlen die Wienerinnen und Wiener mit ihrer Strom- und Gasrechnung. Wien Energie ist in Wien der einzige Netzbetreiber und daher kein Unternehmen, das sich am freien Markt bewegt sondern ein Monopolbetrieb". Barnet forderte, dass Wien Energie keine Gewinne mehr machen dürfe sondern kostendeckend unter Einbeziehung der notwendigen Investitionen wirtschaften müsse.

Barnet zeigte sich auch empört über den Umgang der Wien Energie mit ihren Kunden. "An uns wenden sich Strom- und Gaskunden, die viel zu hohe und undurchschaubare Rechnungen erhalten. Wir vermuten, dass das bei Wien Energie Methode hat". Der BZÖ-Wien Obmann präsentierte als Beispiel die Rechnung eines Studenten, der eine 39m2 Wohnung bewohnt und eine Abrechnung über fast 1500 Euro mit einer Nachforderung von 780 Euro erhalten habe. Auf Rückfrage bei Wien Energie, ob es sich um einen Irrtum oder einen fehlerhaften Zähler handeln könnte, habe man geantwortet, dass die Zähler geprüft werden könnten, das koste jedoch 50 Euro je Zähler. "Das glaubt ja niemand, dass ein Student, der seine Ferien nicht in dieser Wohnung verbringt, also im Februar und im Sommer kaum Strom und Gas verbraucht so eine hohe Rechnung hat", so Barnet, der künftig eine kostenlose Überprüfung bei Beschwerden und eine damit verbundene Energieberatung forderte.

"Wir empfehlen allen Kunden der Wien Energie, die sich benachteiligt fühlen auf, ihre Strom- und Gasrechnung nicht zu bezahlen und sichern ihnen rechtsfreundliche Unterstützung durch einen Anwalt zu". Barnet kündigte auch an, dass er die zu hohen Stromrechnungen an die Konsumentenschutzsektion im Sozialministerium weiterleiten werde. Die Betreuung von benachteiligten Kunden sei eigentlich Aufgabe der Arbeiterkammer, die sich jedoch als Teil des roten Geflechts offensichtlich nicht für die Wiener Energiekunden einsetze.

Barnet forderte weiters bessere Konditionen für Privatkunden, wie dies bei Gewerbe- und Industriekunden bereits der Fall ist, wenn sich diese langfristig an Wien Energie binden. (forts.) lb

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