Schwarzböck: Betroffenen Bauern rasch und unbürokratisch helfen

Schadenserhebung in überfluteten und vermurten Gebieten voll im Gange

Wien (AIZ) - "Die Unwetter der vergangenen Tage haben vor allem in den westlichen Bundesländern zu katastrophalen Schäden in der Land-und Almwirtschaft geführt. Hochwasser, Verschlämmungen und Vermurungen betrafen Almgebiete, Grünland und den Acker-beziehungsweise Gemüseanbau. Auch Verluste von auf Almen verunglückten Tieren sind zu beklagen. Das Ausmaß und die Höhe der Schäden werden derzeit erhoben. Sofortmaßnahmen der Bundesregierung und der Bauernvertretung wurden bereits eingeleitet. Nun gilt es, den betroffenen Bauern rasch und unbürokratisch zu helfen", stellte heute Rudolf Schwarzböck, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, fest.

Gewaltige Schäden in den alpinen Gebieten

Die jüngste Unwetterkatastrophe hat vor allem in den alpinen Gebieten des Landes zu gewaltigen Schäden geführt, deren Ausmaß noch nicht annähernd beziffert werden kann. Nach ersten Erhebungen der Landwirtschaftskammern in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol sind sowohl Grünland als auch Acker-kulturen, wie Gemüse und Mais, jeweils im gesamten Bundesland in Mitleidenschaft gezogen. Schwer geschädigt ist auch die Almwirtschaft. Da zahlreiche Wege zerstört wurden, sind Almen nicht mehr erreichbar und können nur mit Hubschraubern versorgt werden. Das Grünfutter ist vielfach durch Verschlämmung und Vermurung unbrauchbar geworden, Bauern müssen daher ihre Tiere frühzeitig ins Tal bringen. Außerdem wurden Rinder von Murenabgängen getötet. Die genaue Anzahl der Tierverluste wird derzeit ermittelt.

Sowohl in Tirol als auch in Vorarlberg arbeitet man im Moment an der Erhebung des Schadensausmaßes, um gezielt und rasch Hilfsmaßnahmen setzen zu können. Die Landwirtschaftskammer ersucht daher die betroffenen Bauern, die Schäden unverzüglich den Gemeinden oder Ortsbauernobmännern zu melden.

"Wir haben mit dem Landwirtschaftsministerium kurzfristig eine Vorgangsweise für solche Flächen vereinbart, die vorübergehend oder dauerhaft durch die Unwetter beeinträchtigt worden sind und für die aus EU-Programmen, wie ÖPUL, Verpflichtungen bestehen. Bei vorübergehenden Schädigungen braucht der betroffene Bauer eine Bestätigung der Schadenserhebungs-Kommission, der auch ein Vertreter der Landwirtschaftskammer angehört. Bei dauerhaften Schäden ist ein sanktionsloser Ausstieg aus den Verpflichtungen möglich, wenn die Schäden rechtzeitig der AMA gemeldet werden. In all diesen Fällen werden die Kammern den Bauern unterstützend zur Seite stehen", stellte Schwarzböck fest.

Als weitere Sofortmaßnahmen wurden vom Landwirtschafts- und Umweltministerium schließlich Maßnahmen, wie Mittel aus dem Katastrophenfonds oder die Stundung von AIK-Krediten, bekannt gegeben.
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