Ab Herbst 2005 Zusatzausbildung für ECDL-TrainerInnen im Krankenhaus

Krebskranke Kinder und Jugendliche in Österreich erhalten speziell qualifizierte TrainerInnen, um den Europäischen Computer Führerschein zu machen

Wien (OTS) - Ab Herbst 2005 starten die Oesterreichische Computer Gesellschaft und die österreichische Kinder-Krebs-Hilfe eine Zusatzausbildung für ECDL-TrainerInnen (European Computer Driving Licence) krebskranker Kinder und Jugendlicher an sieben Onkologie-Stationen österreichweit. Rund 150 Kinder ab dem Alter von 12 Jahren erkranken jedes Jahr in Österreich an Krebs. Das Non-Profit-Projekt soll es ihnen ermöglichen, sich während der Dauer ihrer Krankheit fortzubilden. Das gibt den Kindern Perspektiven und macht Sinn: Rund 90 Prozent aller erkrankten Kinder und Jugendliche können nach ihrem Spitalsaufenthalt wieder in "ihre" Klassen zurückkehren. Ein wesentliches Modul in der Weiter-Bildung ist der Europäische Computer Führerschein.

Ab Oktober 2005 erhalten ECDL-TrainerInnen, die krebskranke Kinder und Jugendliche in ihrer Spitalsumgebung unterrichten, eine Zusatzausbildung, die sie auf die hochsensible Tätigkeit unter extremen Umständen vorbereiten soll. Die Zusatzausbildung für die TrainerInnen startet am 22. Oktober 2005 in Wien und besteht aus Modulen in den Bereichen Krankenpädagogik, -hygiene, -psychologie und einem Praxisabschnitt. Jedes Ausbildungsmodul dauert zwischen einem und zwei Tagen und wird zum Selbstkostenbeitrag von ca. 100.- Euro angeboten. Vorläufig sind zwei Modultermine im Jahr geplant (in Zukunft auch in den Bundesländern), bei Bedarf wird diese Zahl erhöht resp. die Zahl der Module ausgebaut. In Folge ist auch daran gedacht, weitere Einsatzgebiete zu erschließen, z.B. in der Drogenprävention oder in der Altenbetreuung.

ECDL-Ausbildung gibt schwerkranken Kindern Perspektive und Hoffnung

"Die Arbeit auf einer onkologischen Station unterscheidet sich wesentlich von einer herkömmlichen Trainertätigkeit", weiß Initiatorin Anita Kienesberger, Geschäftsführerin der österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe: "Sie muss auf die medizinischen Bedürfnisse der SchülerInnen genauso eingehen wie auf hierarchische Strukturen im Spital. Gefordert sind Wissen, Einfühlungsvermögen und Flexibilität. Ich freue mich sehr über diese Zusatzausbildung, die die ECDL-TrainerInnen-Ausbildung in Österreich auf noch professionellere Beine stellt." Nicht nur die TrainerInnen, sondern in erster Linie die betroffenen Kinder profitieren von dem Angebot, den Europäischen Computer Führerschein zu absolvieren. Ihnen gibt die Beschäftigung mit PC und Software notwendigen Sinn und realistische Perspektiven.

Neun von zehn Kindern gehen zurück in "ihre" Klassen

Im St.Anna-Kinder-Spital, Vorzeige-Krankenhaus in Sachen ECDL seit 2002, wurden mit Stand Mai 2005 von 102 TeilnehmerInnen 262 ECDL-Trainingsmodule positiv abgeschlossen. "Die Absolvierung des ECDLs ist ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtstätigkeit für krebskranke Kinder und Jugendliche während ihres Krankenhausaufenthaltes und ermöglicht die leichtere Integration in Schule und Beruf nach der Genesung", erklärt Frau Marina Rudy, Lehrerin an der Heilstättenschule. "Durch diese Art des Lernens wird es den genesenden Kindern und Jugendlichen erleichtert, nach Beendigung ihrer Krankheit wieder in ‚ihre’ Klasse einzusteigen", so Frau Rudy von den Erfolgen des Non-Profit-Projekts, das ausschließlich mit Sponsorengeldern finanziert wird.

Über die OCG

Die Oesterreichische Computer Gesellschaft ist eine gemeinnützige, unabhängige, überparteiliche Vereinigung mit über 1.500 Mitgliedern aus der IT-Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Sie wurde vor 30 Jahren zur Förderung der Informatik gegründet.
Die Handlungsfelder der OCG umfassen die Organisation von wissenschaftlichen Kongressen, wirtschaftsorientierten Seminaren, Veranstaltungen und Arbeitskreisen in den Bereichen E-Government, E-Learning, E-Security, E-Business sowie die Initiierung und Förderung gesellschaftspolitischer Initiativen.
Die bekanntesten Produkte der OCG sind der Europäische Computer Führerschein (ECDL) sowie die "OCG Mitgliedskarte" als Bürgerkarte mit digitaler Signatur.

Über die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH) besteht aus einem Dachverband und sechs Landesverbänden und ist Mitglied der "International Confederation of Childhood Cancer Parents Organisations" (ICCCPO). Zu ihren Aufgaben zählen u.a. die finanzielle und beratende Unterstützung von betroffenen Familien sowie deren Interessensvertretung auf politischer und rechtlicher Ebene.

Das Pressefoto finden Sie hier:
http://www.results.at/upload/PressefotoKinderKrebshilfe.jpg

Bildtext:

Europäischer Computer Führerschein: "Weiter-Bildung" während schwerer Krankheiten fördern den Wieder-Einstieg ins Schulleben. Jetzt gibt es spezialisierte ECDL-Trainer.
Ausdruck honorarfrei (Foto (C): Oesterreichische Kinder-Krebs-Hilfe)

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Mag. Daniela Lemmel-Seedorf
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Wollzeile 1-3; 1010 Wien
Tel.: 01 / 512 02 35 - 52
daniela.lemmel@ecdl.at

Anita Kienesberger
Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe
Borschkegasse 1/7; 1090 Wien
Tel.: 01 / 402 88 99
dachverband@kinderkrebshilfe.at

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