ARBÖ: Kinder werden ungesichert im Auto befördert

Alltags-Schlendrian ist Unfall-Ursache Nummer 1 für ungesicherte Kinder im Auto Oekonsult-Umfrage im Auftrag des ARBÖ (Teil 1) Wien (OTS) - 95 Prozent der Autofahrer ist voll bewusst, dass Kindersitze lebensrettend wirken und mitfahrende Kinder damit vorschriftsmäßig gesichert werden müssen. Trotzdem sind 36 Prozent der Kinder gar nicht oder falsch gesichert. Das geht aus einer österreichweiten Umfrage bei Lenkern und mitfahrenden Erwachsenen hervor, die im Auftrag des ARBÖ von Oekonsult durchgeführt wurde.

Bei dieser für alle Autofahrer repräsentativen Studie ging es dem ARBÖ und den OEKONSULT-Experten erstmals darum, die tieferliegenden Gründe für mangelnde Kindersicherheit im Auto herauszufinden. "Es gibt keine sachlich gerechtfertigten Gründe, warum Kinder gar nicht oder nicht richtig angeschnallt werden", fasst ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar das Ergebnis zusammen. "Der alltägliche Schlendrian und Bequemlichkeit führen dazu, dass Kinder nicht ordnungsgemäß angeschnallt werden."

Ausreden sind zahlreich, der Häufigkeit nach lauten diese:

18,5 Prozent Bequemlichkeit
14,8 Prozent Gleichgültigkeit
14,3 Prozent Fehlendes Sicherheitsbewusstsein
11,3 Prozent Unwissenheit um Unfallfolgen
10,5 Prozent Kindersitz ist auf kurzen Strecken entbehrlich 10 Prozent Zeitmangel
6,3 Prozent Kinder wollen nicht angeschallt werden
4,6 Prozent Schleichender Motivationsschwund
4,1 Prozent Kindersitze sind zu teuer
4 Prozent Mangel an technischem Wissen

Interessante Unterschiede ergeben sich bei Männern und Frauen:
Frauen nennen an erste Stelle Bequemlichkeit (21,2 Prozent), danach fehlendes Sicherheitsbewusstsein (15,2 Prozent) und Gleichgültigkeit (13,7 Prozent), gefolgt von Unwissenheit von Unfallfolgen (11,1 Prozent), Entbehrlichkeit an kurzen Wegstrecken (10,3 Prozent), Zeitmangel (8,8 Prozent) und Widerstand der Kinder (6,7 Prozent).

Männer hingegen führen zwar ebenfalls Bequemlichkeit als Ursache mangelnder Kindersicherung an, allerdings mit weniger Nennungen (16,8 Prozent) als Frauen (21,2 Prozent). An zweiter Stelle kommt bei den Männern schon die Gleichgültigkeit (15,8 Prozent), gefolgt von fehlendem Sicherheitsbewusstsein (14,1 Prozent). 11,7 Prozent der Männer nennen Unwissenheit um die Unfallfolgen und 11,1 Prozent vermuten Zeitmangel als Ursache für fehlende Kindersicherung. Dass der Kindersitz an kurzen Wegstrecken entbehrlich sei, meinen weniger als 7,4 Prozent der Männer. Immerhin 7 Prozent sehen einen schleichenden Motivationsschwund.

Autofahrer mit Kindern fühlen sich zeitlich stärker gestresst, als Autofahrer ohne Kinder (11 Prozent gegenüber 9,3 Prozent) und führen auch den Widerstand der Kinder gegen den Sitz (7,2 Prozent gegenüber 5,7 Prozent) bzw. mangelndes technisches Wissen (4,3 gegenüber 3,7 Prozent) als wichtigste Argumente an, warum Kinder nicht gesichert werden.

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