25. August 2005: 60 Jahre Arbeiterkammer in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland

AK Präsidenten Tumpel, Staudinger und Schreiner fordern: Anerkennung der Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss Markenzeichen Österreichs bleiben

Wien (OTS) - "So wie den Gründern der Zweiten Republik klar war, dass Österreich nur eine Chance hat, wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Wirtschaft und Politik als gleichberechtigte Partner gelten, müssen die Interessen, Wünsche und Forderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch im Mittelpunkt der aktuellen Politik stehen", erklären die Präsidenten der Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Burgenland, Herbert Tumpel, Josef Staudinger und Alfred Schreiner anlässlich des 60. Jahrestages der konsituierenden Vollversammlung der AK für diese drei Bundesländer. Am 25. August 1945 begann die AK Tätigkeit in Österreich auf Grundlage des Gesetzes zur Wiedererrichtung der Arbeiterkammern vom 20. Juli 1945. 1948 sind aus dieser Drei-Länder-AK dann eigene Arbeiterkammern für Wien, Niederösterreich und das Burgenland hervorgegangen. "Mit der Wiedererrichtung von demokratischen, selbst verwalteten Arbeiterkammern wurde die Anerkennung der Arbeitnehmerinteressen jahrzehntelang zu einem unverwechselbaren Markenzeichen Österreichs und daran sollte sich nichts ändern", sagen Tumpel, Staudinger und Schreiner.

Das AK-Gesetz vom 20. Juli 1945 galt zunächst nur für die sowjetische Besatzungszone, da die Westalliierten die provisorische Staatsregierung in Wien erst nach und nach für ihre Zonen anerkannten. Die AK Salzburg durfte zwar mit Genehmigung der Amerikaner schon am 11. August 1945 eine konstituierende Vollversammlung abhalten, aber nur unter Berufung auf das AK-Gesetz von 1920 und damit ohne aktuelle rechtliche Grundlage. Die Anerkennung des AK-Gesetzes vom 20. Juli durch den Alliierten Rat erfolgte erst am 31. Dezember 1945. Damit konnten die Kammern in allen Bundesländern ihre rechtsgültigen Konstituierungen vornehmen und erstmals auch wieder im Österreichischen Arbeiterkammertag (heute Bundesarbeitskammer) gemeinsame Beschlüsse fassen.

Hinweis: In der Beratungszone des AK-Hauptgebäudes in Wien, Prinz-Eugen-Straße 20 - 22 ist noch bis 29. September eine Ausstellung zur Geschichte der Arbeiterkammern von der Zeit der Monarchie bis heute zu besichtigen. Neben Schautafeln werden dabei interessante Dokumente aus dem AK-Archiv erstmals öffentlich präsentiert. Ausführliche Informationen zur Ausstellung und zur AK-Geschichte erhalten Sie beim Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte.

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