Cap: Busek sagt, was viele in der ÖVP über Schüssel denken

Wien (SK) Der ehemalige ÖVP-Obmann Erhard Busek hat ausgesprochen, was viele in der ÖVP schon lange hinter vorgehaltener Hand sagen, nämlich, dass die Zeit von Wolfgang Schüssel vorbei ist, stellte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Bemerkenswert sei, dass Buseks Dementi überaus halbherzig ausfiel. Er dementierte zwar, Schüssel zum Rückzug aufgefordert zu haben, bzw. gesagt zu haben, dass dieser müde sei, seine Feststellung, wonach Schüssels Zeit vorbei ist, revidierte er aber nicht. Angesichts des Durcheinanders rund um die Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit einer Steuerreform und offenbar höchst nervös angesichts der bevorstehenden drei Landtagswahlen, steigt nun in der ÖVP jene Unzufriedenheit mit ihrem Obmann, die Busek als erster deutlich artikulierte. ****

Auch in der ÖVP scheint sich zunehmend die Meinung durchzusetzen, dass die Bundesregierung unter der Leitung Schüssels die Probleme des Landes nicht zu lösen in der Lage ist, sagte Cap unter Verweis auf die dramatischen Arbeitslosenzahlen, den Problemen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Zudem hat Schüssel zunehmend auch die eigene Partei nicht mehr im Griff. Ein starker ÖVP-Obmann hätte längst für die Ablöse der steirischen ÖVP-Chefin Klanic gesorgt, die im Sumpf zwischen EStAG, Spielberg und Herberstein zu versinken droht. Zudem wird allen ÖVP-Länderchefs immer klarer, dass die Politik der schwarz-orangen Bundesregierung für sie bei allen lokalen Wahlgängen einen zusätzlichen Malus mit sich bringt. "In guter alter ÖVP-Tradition scheint nun wieder eine jener Obmann-Debatten zu beginnen, die in guter alter ÖVP-Tradition stets mit der Demontage desselben endeten", stellte Cap fest. (Schluss) ps/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003