VP-Feldmannn: Frauen mit Kindern in Wien besonders armutsgefährdet

Stadt Wien beim Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen säumig

Wien (VP-Klub) - Karriere und Kinder sind nach wie vor ein Widerspruch in Wien und eine oft unüberwindbare Hürde für viele Frauen. Vor allem die geringe Zahl an Nachmittagsbetreuungsplätzen und deren hohe Kosten erschweren die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. LAbg. Barbara Feldmann, Frauensprecherin der ÖVP Wien, betont in ihrer heutigen Pressekonferenz: "In Wien liegt die Armutsgefährdung für Frauen mit 15 % deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür sind die fehlenden Rahmenbedingungen für Frauen mit Kindern, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Ein großes Handicap stellen dahingehend fehlende Kinderbetreuungsplätze dar. Derzeit stehen für 151.000 Kinder unter 10 Jahren nur 66.000 Betreuungsplätze in Kindergärten oder Horten zur Verfügung. Nur knapp die Hälfte davon wird von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt. Die privaten Anbieter reagieren auf diesen Mangel und bauen Ihr Angebot stetig aus. Die SP-Stadtregierung ist dahingehend noch immer säumig."

Nicht nur Kritik an fehlenden Kindertagesplätzen oder fehlender Nachmittagsbetreuung in Schulen der Gemeinde Wien, sondern vor allem deren hohen Kosten in der Bundeshauptstadt stellen eine finanzielle Belastung dar. "Die ÖVP Wien fordert das letzte Kindergartenjahr gratis, aber auch eine gratis Halbtagesbetreuung, wie sie beispielsweise in Niederösterreich existiert. In Wien hingegen wird nach wie vor ein Großteil der Einnahmen in der Familie für die Kinderbetreuung aufgewendet. Die Frauen, vor allem aber die Alleinerzieher, werden somit alleingelassen. Hier sollte endlich reagiert werden. Ob Sozialhilfe oder Teilzeitarbeit mit meist geringem Einkommen und hohe Ausgaben für die Kinderbetreuung kommen aufs Gleiche hinaus - viele fallen in die Armutsfalle ohne großartigem sozialen Netz."

"Die SP-Stadtregierung muss das zu gering vorhandene soziale Netz in Wien ausbauen, damit dieses den Bedürfnissen der Frauen und der Kinder endlich gerecht wird. Sowohl der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, als auch die Verringerung der finanziellen Belastung durch Senkung der Kindergartenkosten und auch die Erhöhung der Sozialhilfe für bedürftige Familien müssen die ersten Schritte sein. Eine erhöhte Erwerbsquote stellt auch eine erhöhte Geburtenrate dar, die unsere Zukunft sichert. Auch Weiterbildungsmaßnahmen und ein Genderbudget, das gezielt eingesetzt wird, um die Armutsfalle für viele Frauen zu schließen, sind daher ein Muss", so Feldmann abschließend.

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