AK: Mehr für die PendlerInnen tun! (2)

Wien (OTS) - Die Anliegen und Probleme der PendlerInnen müssen ernst genommen werden. Die AK fordert anlässlich ihres aktuellen Bahn-Service-Tests Entlastungen sowie ein besseres Bahnangebot und Service. Immerhin pendeln allein über 190.000 ArbeitnehmerInnen täglich von Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark nach Wien in die Arbeit. "Seit Jänner 2000 sind die Bahn- und Buspendler sechsmal belastet worden, die Tarife sind um bis zu 40 Prozent teurer geworden", sagt AK Verkehrsexpertin Doris Unfried, "sie zahlen für die verfehlte Nahverkehrspolitik der Regierung drauf. Das ist unfair." Anstatt dass die PendlerInnen ständig tiefer ins Geldbörsel greifen müssen, müssen sie endlich entlastet werden: Rauf mit dem Pendlerpauschale um weitere 15 Prozent, keine weitere Erhöhung der Bahntarife.

Die Regierung plant, den öffentlichen Nahverkehr zur Gänze in die Verantwortung der Länder zu übertragen und ihnen auch Bau, Erhaltung und Betrieb des regionalen Schienennetzes aufzubürden. Die Mittel, die der Bund dafür bereit stellen will, sind schon jetzt unzureichend und sollen bis 2016 auf Basis des Jahres 2003 eingefroren werden. Die AK lehnt diese Pläne ab, denn durch die knappe Finanzierung befürchtet sie Angebotsverschlechterungen oder weitere Tariferhöhungen. "Die Arbeitswege sind ohnehin schon teuer, lang und zeitraubend", bekräftigt Unfried.

"Statt die Pendler ständig zu belasten, muss das Umsteigen vom Auto auf die Bahn attraktiver gemacht und der öffentliche Verkehr auf die Bedürfnisse der Pendler abgestimmt werden", so Unfried. Die Regierung muss daher den Bahnausbau in der Ostregion schneller vorantreiben. Es muss endlich die Pottendorfer Linie durchgehend zweigleisig ausgebaut werden, derzeit stagniert der Ausbau zwischen Hennersdorf und Wampersdorf. Außerdem muss die Strecke Wien-Marchegg-Bratislava elektrifiziert werden. Dadurch würde nicht nur eine bessere Verbindung von Wien nach Bratislava entstehen, auch für die EinpendlerInnen nach Wien würde das Angebot attraktiver werden.

Überdies müssen noch mehr Parkplätze am Bahnhof errichtet werden, verlangt die AK. Es wurden zwar in den letzten Jahren im Wiener Umland mit Ländern und Gemeinden mehr Park & Ride-Plätze geschaffen. Dennoch zeigt der AK Test, dass z.B. ein Großteil der PendlerInnen aus dem Südosten und dem Norden die mangelnden Parkplätze kriti-sieren. Auch die Informationen über Verspätungen oder Zugausfälle müssen verbessert werden, und zwar sowohl in den Zügen als auch am Bahnhof.

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