Investitionen verharren 2005 auf hohem Niveau - weitere Ausweitung der Forschungsausgaben

Ergebnisse des WIFO-Investitionstests vom Frühjahr 2005

Wien (WIFO) - Die Unternehmen der Sachgüterzeugung werden 2005 voraussichtlich nominell nicht mehr investieren als im Vorjahr (-0,1%). Lediglich die Hersteller von Vor- und Zwischenprodukten und die Investitionsgüterindustrie planen eine Ausweitung. Die Versorgungsbetriebe wollen ihre Investitionen ebenfalls steigern (nominell +18,1%). Für die Bauwirtschaft wird eine Zunahme um 2,5% erwartet.

2004 verzeichnete die Sachgütererzeugung einen deutlichen Anstieg der Investitionen (nominell +8,1%). Getragen wurde die Entwicklung von verbesserten Konjunkturaussichten und einer kräftigen Zunahme der Umsätze. Dazu kamen Vorzieheffekte aufgrund des Auslaufens der Investitionszuwachsprämie.

Trotz des Auslaufens der Investitionszuwachsprämie und der Abschwächung der Umsatzerwartungen werden die Investitionen in der Sachgütererzeugung an das relativ hohe Niveau des Vorjahres herankommen. Lediglich die Kfz-Branche plant eine deutliche Kürzung. Mit wachsender Investitionsbereitschaft ist in der Investitionsgüterindustrie (nominell +4,6%) und in der Herstellung von Vor- und Zwischenprodukten (nominell +7,4%) zu rechnen.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung nahmen 2004 weiter zu, der überwiegende Teil der Unternehmen meldet eine Steigerung (61%, Stagnation 9%, Rückgang 30%). Ein Viertel der Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, weitete Forschungsausgaben 2004 um mehr als 20% aus.

Obwohl die Bautätigkeit Anfang 2005 witterungsbedingt schwach war, sind die Unternehmen für den weiteren Verlauf der Baukonjunktur optimistisch. Die Auftragsbestände sind gestiegen. Das Anfang Mai 2005 beschlossene "Wachstumspaket" sollte zusätzliche Impulse sowohl für den Schienen- als auch für den Straßenbau bringen. Eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren soll zudem ermöglichen, dass Infrastrukturinvestitionen und Sanierungsprojekte rascher umgesetzt werden können. Der Tiefbau dürfte sich deshalb im laufenden Jahr günstig entwickeln. Die Bauwirtschaft wird heuer insgesamt voraussichtlich nur wenig mehr investieren als 2004.

Die Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft wollen ihre Investitionen 2005 gegenüber dem Vorjahr nominell um 18,9% erhöhen. Besonders der Verbundkonzern, aber auch die Landesgesellschaften weiten ihre Investitionen stark aus.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht 8/2005!

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