SP-Haider: Beschäftigungsgifpel sofort! Ehemalige Lehrwerkstätten nützen

Ausgleichsbetrag für Betriebe, die Lehrlinge ausbilden

Linz (OTS) - Derzeit gibt es in Oberösterreich mehr als 1.000 Jugendliche, die entweder gleich oder demnächst eine Lehrstelle suchen. "Daher brauchen wir sofort einen Lehrstellen- und Beschäftigungsgipfel, nicht erst am 27. September, wie vom Landeshauptmann nun festgelegt, das ist viel zu spät. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung muss es uns gelingen, die fehlenden Ausbildungsplätze zur Verfügung zustellen, bevor im September die Ausbildung beginnt. Wir dürfen die Jugend nicht warten lassen, " betont LH-Stv. DI Erich Haider. Er schlägt vor, ungenützte Kapazitäten in den ehemaligen Lehrwerkstätten von ÖBB, Elin-EBG und den Steyr-Werken für überbetriebliche Ausbildungszwecke zu nützen.

"Wir können keinen lebenslangen Arbeitsplatz garantieren, aber die Jungen müssen faire Ausbildungschancen erhalten, das ist entscheidend für den weiteren Lebensweg. Daher können und werden wir es nicht hinnehmen, dass in Oberösterreich so viele jungen Menschen ohne Arbeit sind. Alle Parteien, Wirtschaft und Unternehmer müssen sich zusammensetzen und überlegen, wie die notwendigen Lehrstellen zur Verfügung gestellt werden können", verlangt Haider rasches Handeln. Wenn es der Wirtschaft an Ausbildungsbereitschaft fehle, solle es verstärkt Investitionen in alternative Ausbildungsmöglichkeiten geben, also in zukunftsorientierte Lehrplätze, die ohne Beteiligung der Wirtschaft funktionieren, hat Haider bereits vor mehr als einem Jahr gefordert. "Man sollte ernsthaft einen Ausgleichsbeitrag überlegen, den Betriebe, die eine Lehrlingsausbildung verweigern, zahlen und der an jene geht, die welche ausbilden", so Haider. Die Wirtschaft klagt zwar ständig über Facharbeitermangel, dennoch stehlen sich immer mehr Firmen aus der Verantwortung und bilden keine Lehrlinge aus. Auch im öffentlichen Bereich wurden in den vergangenen Jahren massiv Lehrstellen abgebaut. Mit der Folge, dass in Österreich derzeit über 19.000 Jugendliche - so viele wie noch nie - ohne Lehrstelle in einem Betrieb dastehen.

Die Maßnahmen der schwarz- orangen Regierung kommen stets zu spät, sind als bloße PR-Gags inszeniert und haben sich angesichts der erschütternden Zahlen der aktuellen Arbeitsmarktstatistik letztendlich als wirkungslos erwiesen. "Die Landes-VP schielt auf die vermeintlich positive Zahlen für Oberösterreich im Bundesländervergleich, um das Problem zu verharmlosen, schönzureden und der SPÖ wie immer Panikmache vorzuwerfen. Es muss uns jetzt gelingen das Ruder herumzureißen, damit alle Jugendlichen im Herbst einen Ausbildungsplatz und damit die Aussicht auf eine chancenreichen Zukunft bekommen", betont Haider abschließend.

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