Bartenstein: Projekt ´06 wird 2.000 zusätzliche Lehrstellen bringen

Bartenstein und Blum präsentieren das "Projekt 06" - "Blum Bonus" von bis zu 400 Euro monatlich für jede zusätzlich eingerichtete Lehrstelle

Wien (BMWA-OTS) - "Der EU-weit viertbeste Platz bei der Jugendbeschäftigung ist nicht gut genug, denn jeder Jugendliche ohne Arbeits- oder Ausbildungsplatz ist einer zuviel. Die Bundesregierung setzt daher Maßnahmen, um im Ausbildungsjahr 2005/06 allen jungen Menschen die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute bei einer Pressekonferenz. Gemeinsam mit dem Regierungsbeauftragten für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung Kommerzialrat Egon Blum hat er das "Projekt '06" zur Förderung zusätzlicher Lehrstellen im Rahmen der AMS-Lehrstellenförderung vorgestellt. Mit diesem Projekt sollen rund 2.000 zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden.

Mit diesem Förderprogramm können Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen, die nach dem Berufsausbildungsgesetz zur Lehrlingsausbildung berechtigt sind, einen monatlichen Zuschuss bekommen, wenn sie im Vergleich zum Stichtag 31.12 2004 zusätzliche Lehrlinge ausbilden, und zwar im ersten Lehrjahr 400 Euro pro Monat, im zweiten 200 Euro/Monat und im dritten 100 Euro/Monat. Um die Förderung zu bekommen, muss vor Abschluss des Ausbildungs- bzw. Lehrverhältnisses die zuständige regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice kontaktiert werden. Der Start für dieses Programm wurde von November 2005 auf September 2005 vorgezogen.

KR Blum versteht dieses Programm auch als Reaktion auf die Berichte der 14 Lehrstellenakquisiteure, die in zahlreichen Gesprächen mit Wirtschaftstreibenden bereits rund 1.800 neue Lehrstellen erreicht haben. Die Unternehmen hätten in Gesprächen auf das von ihm nun vorgestellte Modell positiv reagiert.

Weitere Maßnahmen für Jugendliche und Lehrstellensuchende

Neben dieser neuen Fördermaßnahme erinnerte Bartenstein an die weiteren Maßnahmen, die im Interesse der Jugend- und Lehrlingsbeschäftigung bereits gesetzt wurden und noch weiter laufen:
Dazu gehören das Lehrlingsauffangnetz nach den Jugendausbildungs-Sicherungsgesetz (JASG), durch das im Ausbildungsjahr 2004/05 mit einem Budgetaufwand von rund 71 Millionen Euro (53 Millionen vom AMS, 18 Millionen von den Ländern) rund 7.800 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt wurden. Ab Herbst 2005 werden es rund 8.000 sein. Bartenstein dazu: "Mit den 8.000 Lehrgangsplätzen und den 2.000 vom 'Blum-Bonus' induzierten Lehrstellen sind wir gegenüber der für September 2005 prognostizierten Lehrstellenlücke von 6.000 bis 6.500 auf der sicheren Seite".

Weiters, so Bartenstein, sei das AMS-Budget für aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik gegenüber 2001 um 57,3% auf rund 266 Millionen Euro aufgestockt worden, wobei sich die Zahl der jährlich in AMS-Förderprogramme einbezogenen Personen unter 25 von 58.000 im Jahr 2001 um mehr als 50% auf rund 92.000 erhöht habe. Der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtzahl der geförderten Personen sei im Zeitraum 2001 bis 2004 von 28% auf 30% angewachsen und liege damit deutlich über dem Anteil de Jugendlichen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Die Aktion "Jobs for You(th)" wird 2005 mit einem Qualifizierungs- und Beschäftigungsschwerpunkt fortgesetzt, kündigte der Minister weiters an.

Strukturwandel der Wirtschaft erfordert neue Lehrberufe

Neben den finanziellen Anreizen sind für Bartenstein auch inhaltliche Reformen notwendig gewesen, um die Lehrausbildung voranzutreiben. Das Ministerium habe auf den Strukturwandel der Wirtschaft rasch und erfolgreich mit der Einrichtung neuer Lehrberufe in Wachstums- und Dienstleistungsbranchen bzw. mit neuen Ausbildungsvorschriften in bestehenden Lehrberufen reagiert. Seit 1997 seien rund 80 bestehende Lehrberufe modernisiert und an neue Technologien sowie geänderte Arbeitsmethoden und -techniken angepasst worden. Die Wirtschaft habe so die Möglichkeit, den Fachkräftenachwuchs den modernen Erfordernissen entsprechen auszubilden.

Weitere Informationen stehen auf der Website des Ministeriums (http://www.bmwa.gv.at) in der Rubrik "Presse" im Anschluss an diese Meldung zur Verfügung.

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