Ring Freiheitlicher Jugend kritisiert Punkteführerschein als Berufsgefährdung für Jugendliche

Bundesgeschäftsführer Nikolaus Amhof und Wiener Obmann Dominik Nepp: Fahren mit Licht bei allen Kfz bedeutet Lebensgefährdung für Mopedfahrer

Wien (OTS) - Als ideenlose Panikreaktion von Vizekanzler Gorbach werten der Bundesgeschäftsführer des Ringes Freiheitlicher Jugend Nikolaus Amhof und der Obmann des Ringes Freiheitlicher Jugend Wien Dominik Nepp die jüngsten Vorstöße der orangen Initiative in der Verkehrspolitik.

Das so genannte Vormerksystem, welches auch von der Exekutive als unvollziehbar kritisiert wird, kann nur als chaotisch und undurchdacht bezeichnet werden. "Hier soll versucht werden, um jeden Preis vor der Wiener Gemeinderatswahl mit dem Thema Sicherheit zu punkten, ohne sich vorher Zeit zu nehmen, die Konsequenzen insbesondere für Jugendliche zu durchdenken" stellen Amhof und Nepp fest.

"Es kann nicht sein, dass Delikte wie "Gefährdung von Fußgängern auf dem Schutzweg" oder "Drängeln" bei bereits ein- bis zweimaliger Wiederholung zu Nachschulungskursen oder Führerscheinentzug führen. Dies ist inakzeptabel und eine Berufsgefährdung für tausende Österreicher, insbesondere Jugendliche, vor allem auf dem Lande, die ohne Kraftfahrzeug den in der heutigen Zeit so kostbaren Arbeits-oder Lehrstellenplatz nicht erreichen können und folglich auf Grund Gorbachs Geistesblitz in die Arbeitslosigkeit abgleiten," so Amhof und Nepp weiter.

Jeder PKW Fahrer weiß, dass im Stadtgebiet bei vor dem Zebrastreifen stehenden Fußgängern oftmals nicht zu erkennen ist, ob diese nun die Fahrbahn betreten wollen oder nicht; das Delikt "Drängeln" ist mangels genauer Bestimmungen außerdem völlig willkürlich auslegbar.

Auch bezüglich "Fahren mit Licht" für alle Kraftfahrzeuge lebt Gorbach offensichtlich hinter dem Mond und hat es übersehen sich mit den neuesten Expertenmeinungen auseinander zu setzen.

Fahren mit Licht sollte bislang die schwächsten Verkehrsteilnehmer - besonders Moped- und Motorradfahrer - dadurch schützen, dass sie im Verkehrsfluss durch ihre Beleuchtung hervorgehoben werden. Tatsächlich werden nun Lastkraftwagen und Personenwagen wegen verordneter Beleuchtung leichter erkennbar sein, während einspurige Fahrzeuge, Fußgänger und Kinder im Lichtermeer untergehen.

"Weniger Sachschäden, dafür mehr Personenschäden und Todesopfer werden die Folge sein. Die Verantwortung werden wir Vizekanzler Gorbach präsentieren!" so Amhof und Nepp weiter.

"Auch umweltpolitisch ist diese Regelung deshalb unsinnig, da durch die Beleuchtung der Fahrzeuge ein beträchtlicher Mehrverbrauch an Kraftstoff entsteht, was mit einem Mehr an Kosten für den Autofahrer und einer höheren Umweltbelastung einhergeht", muss sich Gorbach von Amhof und Nepp belehren lassen.

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sollte stattdessen in der letzten Schulklasse der theoretische Teil der Führerscheinprüfung bereits als Pflichtfach unterrichtet werden, was den Jugendlichen auch Geld bei der Führerscheinprüfung ersparen würde.

In Anbetracht der Lebens- und Existenzgefährdung von Jugendlichen fordern Amhof und Nepp die Einberufung einer Jugendverkehrssicherheitsrunde unter Einbindung der Bundesjugendvertretung und der Autofahrerclubs.

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