Vogelgrippe : Menetekel für die Grenzen der Massentierhaltung

VIER PFOTEN fordert Import-Verbote von Wildvögeln als Präventiv-Maßnahme

Wien/Brüssel (OTS) - Wie der aktuelle Fund infizierter Vögel in Brüssel und die besorgniserregenden Berichte über die fortschreitende Ausbreitung der Vogelgrippe in Asien einmal mehr zeigen, ist der Mensch nicht mehr vor den Auswirkungen seiner Taten geschützt.
"Es besteht kein Anlass für Hysterie, jedoch ist Vorsicht das Gebot der Stunde. Wir gehen davon aus, dass die Kontrolle durch die Veterinärbehörde funktioniert und für die Bevölkerung in Österreich keine Gefahr besteht", erklärt der VIER PFOTEN - Kampagnenleiter Mag. Andreas Sax.

VIER PFOTEN rät dazu, einerseits die Informationen auf den Homepages des Außen- als auch des Gesundheitsministeriums zu beachten und auf Märkten in den betroffenen Ländern den Kontakt mit Geflügel zu vermeiden.

Zusammen mit BSE ist die Vogelgrippe das bedrohlichste Symptom der industriellen Massentierhaltung, die keine Rücksicht auf Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere nimmt. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Verwendung von Tieren als reine Produktionsmittel massive Auswirkungen auf den Menschen haben kann. Im Gegensatz zu BSE besteht hier darüber hinaus die konkrete Gefahr, dass Mutationen des Grippe-Virus entstehen, und eine Epidemie beim Menschen auslösen. "Kurzfristig hilft nur die Suche nach Impfstoffen, langfristig gesehen liegt die Lösung in einer Abkehr von industrieller Tierhaltung, um weiteren ’Boomerangeffekten’ vorzubeugen", erklärt Sax.

Ein weiterer bedenklicher Aspekt ist die Möglichkeit der Übertragung durch Wildvögel. "Der aktuelle Fund geschmuggelter und infizierter Wildvögel in Brüssel unterstreicht einmal mehr die Forderung einer breiten Allianz von Tier- und Artenschutzorganisationen nach einem Importstopp von Wildvögeln in die EU. Bundesministerin Rauch-Kallat ist aufgefordert, diese Thematik im Zuge der Österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 auf die Tagesordnung zu setzen", erklärt Mag. Andreas Sax abschließend.

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