SP-Schuster: Wien kämpft mit aller Kraft gegen Jugendarbeitslosigkeit

Massiver Mitteleinsatz und erfolgreiche Programme der Stadt - Schuldzuweisungen der Wiener ÖVP an die falsche Adresse

Wien (SPW-K) - Nicht die Wiener Schulen sind - wie von der Wiener ÖVP behauptet - die Ursache des Problems, sondern in erster Linie die neoliberale Ellbogen-Wirtschafts- und Finanzpolitik der schwarzblauorangen Bundesregierung. Auch und vor allem im Bereich der Berufsausbildung junger Menschen", stellte Mittwoch SP-Gemeinderat Godwin Schuster in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Behauptungen und Forderungen von VP-Klubobmann Tschirf und VP-Gemeinderat Aigner fest. "Nach Meinung der ÖVP sind alle anderen schuld, nur nicht ihre eigene schlechte Politik", meinte Schuster sarkastisch.

Schuster wies darauf hin, dass Wien im Rahmen seiner Möglichkeiten mit allen Kräften der österreichweit so schlechten Entwicklung am Arbeitsmarkt entgegensteuere und speziell Jugendliche mit ihren berechtigten Sorgen nicht allein lasse. "Allein im heurigen Jahr stellt die Stadt über den WAFF rund 11 Millionen Euro für Arbeitsmarktmaßnahmen für junge Menschen zur Verfügung. Jungen Menschen würde im Rahmen des WAFF-Modells "Pisa-Plus" ermöglicht, einen Hauptschulabschluss oder einen Lehrabschluss für bereits Beschäftigte nachzuholen. Mit Hilfe der auch von der Stadt mitfinanzierten Lehrstellenaquisiteure, die direkt in die Betriebe gehen, konnten bereits 180 zusätzliche Lehrstellen besetzt werden. Auch erweise sich, so Schuster, die Initiative "Personalfinder" als höchst erfolgreich. Der Gemeinderat erinnerte zudem daran, dass Wien derzeit fast 1000 Lehrlinge - und damit weit über den eigenen Bedarf hinaus - ausbilde und im Herbst sogar diese Zahl auf 1200, also um 20 Prozent, steigern werde. Wien bemühe sich zudem, so der Gemeinderat weiter, die Zahl der Ausbildungsplätze in Stiftungen für Jugendliche auf insgesamt 1000 anzuheben und wäre dafür bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Schuster: "Bedauerlicherweise gibt es dafür von Arbeitsminister Bartenstein noch immer kein grünes Licht".

"Viele der Maßnahmen, die die Wiener ÖVP, zum Beispiel im Pflege-Ausbildungsbereich, fordert" so Schuster, "werden von der Stadt längst umgesetzt. Das Land Wien hat als einziges Bundesland im Rahmen des Programms ´Gesundheit und Pflege´ bisher fünf Millionen Euro für die Ausbildung bzw. Höherqualifizierung von Pflegepersonal aufgewendet, was bisher 830 Menschen zugute gekommen ist. Für zusätzliche Qualifizierungen werden ab 2006 neuerlich eine Million Euro investiert, damit können zusätzliche 45 Menschen in das Programm einsteigen. Die ÖVP hat diese Maßnahmen, obwohl auch Gemeinderat Aigner darüber im WAFF informiert worden ist, entweder verschlafen oder aus politischen Gründen verdrängt", hob Schuster hervor. "Der Versuch der ÖVP, andere für eigenes Versagen auch und vor allem am Arbeitsmarkt verantwortlich zu machen, ist eine besonders billige, von den Menschen leicht durchschaubare Masche, der bei der kommenden Gemeinderatswahl die Rechnung präsentiert werden wird", gab sich Schuster abschließend überzeugt. (Schluss)

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