TANCSITS: KRITIK AN KANZLER IST KOPF IN DEN SAND STECKEN

ÖVP-Sozialsprecher: Österreichs Arbeitsmarkt ist eben attraktiv

Wien (ÖVP-PK) - Man braucht seriöse Analysen, um Probleme bewältigen zu können. Das gilt für Österreich genauso wie für Deutschland, und daher ist es ein "Kopf in den Sand stecken", den Bundeskanzler für seine Aussagen in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zu kritisieren. Dieser hat vielmehr den Finger auf die Wunde gelegt, - der unterschiedlichen Wachstums- und Arbeitsmarktentwicklung zwischen Österreich und Deutschland. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Sozialsprecher Abg. Mag. Walter Tancsits.

"Kein vernünftiger Mensch wird die Deutschen an sich, wie es jetzt die Kritiker behaupten, verantwortlich machen. Aber Österreich als Mittelstaat ist nun einmal in hohem Maße vom deutschen Wirtschaftsgeschehen abhängig. Ich denke, dass einige Fakten für sich sprechen", verwies der Abgeordnete auf aktuelle Arbeitsmarktdaten:
Zur Zeit sind rund 58.000 Österreicher in Deutschland beschäftigt und 48.000 Deutsche in Österreich. Um die Entwicklung zu beleuchten: Vor fünf Jahren waren es noch 10.000 Deutsche in Österreich und 80.000 Österreicher in Deutschland. "Bedenkt man, dass die Bevölkerung der Bundesrepublik etwa zehn Mal so groß ist, kann aus den aktuellen Zahlen schon viel über die Attraktivität des Arbeitsmarktes abgeleitet werden. Wer sehenden Auges durch unser Land geht, trifft auch auf viele zufriedene deutsche Arbeitnehmer in Österreichs Betrieben, insbesondere Fremdenverkehrsunternehmen", so der Abgeordnete weiter.

"Gerade als Arbeitnehmerpolitiker weiß ich aber, wie wichtig die soziale Sicherheit für die Attraktivität eines Arbeitsplatzes ist. Übrigens ist die Zahl der in Österreich arbeitslos gemeldeten Deutschen seit 2003 um die Hälfte auf nunmehr 3.016 gestiegen. Der Hinweis des Bundeskanzlers, dass "Hartz IV" - als Sinnbild rot-grünen Sozialabbaus - die soziale Sicherheit der deutschen Arbeitnehmer schmälert, kann daher nur als richtig und zu einer seriösen Analyse der verschiedenen Arbeitsmärkte gehörend, angesehen werden. Wenn das SPÖ-Funktionären wie Darabos oder Matznetter heute nicht mehr klar ist, kann man sich nur wundern, wie weit sich die SPÖ von den sozialen Anliegen der Arbeitnehmerschaft entfernt hat. Die Conclusio dieser Diskussion ist für mich, dass ein Regierungswechsel im Nachbarland Deutschland nicht nur für die deutsche Wirtschaft und ihre Arbeitskräfte positive Auswirkungen haben wird, sondern auch für Österreich", schloss der ÖVP-Sozialsprecher.
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