VP-Tschirf: Jugendarbeitslosigkeit - Fehlende Rahmenbedingungen der Stadt Wien

Jugend werden Chancen im Pflegebereich vorenthalten

Wien (VP-Klub) - In Wien werden Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Jugendarbeitslosigkeit falsch, zu spät oder gar nicht gesetzt. "Es geht hier um die Zukunft der Jungen, um die Weichenstellung ihres Lebens und letztendlich um die Zukunft Wiens. Vor allem die Lehrlingsarbeitslosigkeit stellt sich als Negativspirale in Wien dar. Überbürokratisierung und fehlende Vorbereitung auf die Lehre erschweren den Jungen den Einstieg ins Berufsleben. Die SP-Stadtregierung setzt halbherzige Maßnahmen, statt das Problem an der Wurzel zu packen", so LAbg. Matthias Tschirf, Klubobmann der ÖVP Wien.

Tatsache ist, dass viele ausbildungswillige Wiener Betriebe keine Lehrlinge finden, da den Lehrstellensuchenden notwendige Grundqualifikationen fehlen. "Wenn sich am Niveau der Hauptschulen der Stadt Wien nichts ändert, Grundrechenarten nicht beherrscht werden oder mangelnde Deutschkenntnisse vorherrschen, wird sich die Situation am Lehrlingsmarkt weiter verschlimmern. Die Betriebe werden auf EU-Bürger mit besserer Qualifikation oder Schulabbrecher von Gymnasien oder BHS (HAK, HTL) zurückgreifen - und die Stadt Wien schaut weiterhin zu, anstatt im Hauptschulbereich das Niveau anzuheben und die Jugendlichen auf das Berufsleben vorzubereiten. Die Stadt Wien soll sich lieber am Niveau der privaten Hauptschulen orientieren, die es sehr wohl schaffen, den Schülern die richtige Basis fürs Berufsleben mitzugeben."

Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit sieht LAbg. Wolfgang Aigner, Jugendsprecher des ÖVP Wien Klubs, vor allem in den fehlenden Rahmenbedingungen, die den Unternehmern von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt werden sollten: "Es gibt unzählige Unternehmen, die willig wären, Lehrlinge aufzunehmen. Wenn aber keine attraktiven Rahmenbedingungen geschaffen werden, wird sich die Situation weiterhin verschlechtern. Eine weitere Hemmschwelle ist der allzu strenge Lehrlingsschutz, der auch im Interesse der Lehrstellensuchenden etwas gelockert werden sollte. Eine weitere Konsequenz dieser Politik werden zukünftig fehlende Ausbildner sein -und ohne Ausbildner keine Lehrstellen."

Chancen liegen im Pflegeberuf

LAbg. Matthias Tschirf sieht für die Jugend große Chancen im Pflegebereich: "Im Pflegeberuf liegt die Zukunft. Schon beim ersten Lainz-Skandal 1989 wurde in Wien darüber diskutiert und vieles versprochen - passiert ist bis dato nichts. Unzählige Arbeitsplätze könnten, ja müssten, hier geschaffen werden. Nicht nur moderne Arbeitszeitmodelle, sondern auch Anreize durch Schaffung eines attraktiven Gehaltsmodells und die Entwicklung eines Karriereplanes, sowie Spezialisierungsmöglichkeiten und entsprechende Aus- und Weiterbildungsmodelle sind notwendig, um Jugendliche zu motivieren, den Pflegeberuf zu ergreifen. Die SP-Stadtregierung muss endlich die Rahmenbedingungen dafür schaffen und das negative Image durch Informationskampagnen verbessern."

Auch LAbg. Wolfgang Aigner sieht im Pflegeberuf viele Chancen, die steigende Jugendarbeitslosigkeit zu stoppen: "Im Pflegebereich herrscht akuter Personalmangel. Bei den Jugendlichen muss die Motivation, ihre Berufslaufbahn in dieser Richtung einzuschlagen, geweckt werden. Attraktive berufliche Rahmenbedingungen und das Wecken der Motivation schon in der Schule sind Aufgaben der Stadt Wien, denen sie endlich nachkommen sollte. JASG und IBA Programme setzen an der Oberfläche an, nehmen aber weder auf fehlende Grundqualifikationen der Jugendlichen, noch auf den Bedarf und die Chancen in den Pflegeberufen Rücksicht."

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