Bankstellendichte sinkt geringfügig

Anzahl der Kreditinstitute in Österreich Entwicklung im ersten Halbjahr 2005

Wien (OTS) - Im ersten Halbjahr 2005 setzte sich der Trend der letzten Jahre zur Reduktion der Bankstellen in Österreich fort. Die Zahl der Bankstellen verringerte sich um 24 auf 5.224. Damit entfallen rund 1.570 Einwohner auf eine Bankstelle. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Auslandsfilialen österreichischer Banken um drei auf 43.

Die Anzahl der Hauptanstalten der in Österreich ansässigen Kreditinstitute hat sich im ersten Halbjahr 2005 um vier Einheiten auf 886 erhöht. Die Zweigstellen zeigten einen Rückgang von 4.366 auf 4.338. Entsprechend dem Trend der letzten Jahre wurden damit die Bankstellen in Österreich im Berichtszeitraum weiter und zwar um insgesamt 24 Plätze vermindert. Ende Juni 2005 gab es 5.224 Bankstellen in Österreich.

Auf eine Bankstelle entfielen knapp mehr als 1.570 Einwohner; das sind um rd. 70 mehr als im Vorjahr. Trotz des kontinuierlichen Rückganges der Anzahl der Bankstellen in Österreich ist dies jedoch international gesehen noch immer ein überdurchschnittlicher Wert. So beläuft sich die Bankstellendichte in Deutschland bzw. der Schweiz auf ungefähr 2.170 bzw. 2.080 Einwohner/Bankstelle.

Auch regional betrachtet ist das Verhältnis Bankstellen zu Einwohnern sehr heterogen. Die eindeutig höchste Bankstellendichte ist im Burgenland festzustellen, wo auf eine Bankstelle nur knapp über 1.100 Einwohner entfallen. Im Gegensatz dazu bewegt sich der Vergleichswert für Wien bei etwa 2.500 Einwohnern pro Bankstelle. Mit Ausnahme der Steiermark und Wiens liegt die Bankstellendichte in allen anderen Bundesländern über dem Österreichdurchschnitt von 1.570 Einwohnern pro Bankstelle.

Die Erhöhung der Hauptanstalten im ersten Halbjahr 2005 basierte auf fünf Neugründungen und einer Schließung. Neu gegründet wurden die Dexia Kommunalkredit Bank AG, die GLOBAL REFUND AUSTRIA GMBH, die Interchange (Austria) GmbH, die VR-Bank Braunau ZWNL der VR-Bank Rottal-Inn und die Volksbank Raiffeisenbank Berchtesgadener Land ZWNL VR-Bank Salzburg. Schließungsgrund bei der GOFFIN Change Wechselstuben GmbH war eine Konzessionszurücklegung.

Die Abnahme der Bankstellen im ersten Halbjahr 2005 um 24 Einheiten war eine Folge von 19 Neugründungen und der Schließung von 43 Bankstellen. Regional gesehen wirkten sich die 19 Neugründungen von Bankstellen folgendermaßen aus: Wien (+8), Oberösterreich und Salzburg (jeweils +3), Niederösterreich (+2) sowie Burgenland, Tirol und Vorarlberg (jeweils +1).

Die Schließungen von 43 Bankstellen verteilten sich auf Tirol (-13), Niederösterreich (-12), Oberösterreich (-6), Burgenland (-4), Wien (-3), Salzburg und Steiermark (jeweils -2), sowie Kärnten (-1).

In den 886 Kreditinstituten waren 24 Zweigniederlassungen ausländischer Banken (hievon sind 23 auf Basis der Niederlassungsfreiheit in Österreich tätig) enthalten. Sieben Aktienbanken und neun Sonderbanken befanden sich zu 100%, weitere sechs Aktienbanken und drei Sonderbanken mehrheitlich in Auslandsbesitz.

Darüber hinaus übten 270 ausländische Kreditinstitute zum Berichtszeitpunkt ihre Tätigkeit in Österreich auf Basis der Dienstleistungsfreiheit aus (Ende 2004: 254).

Weiter verstärkt wurde die Präsenz österreichischer Banken im Ausland. Im ersten Halbjahr 2005 wurden von inländischen Kreditinstituten 43 Filialen (Ende 2004: 40) und 50 Repräsentanzen im Ausland (Ende 2004: 49) betrieben.

Weitere statistische Informationen unter www.dieaktuellezahl.oenb.at Herausgeber: Oesterreichische Nationalbank Sekretariat des Direktoriums/ Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +43-1-40420-6666

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