Faymann präsentiert Behinderten-Wohngemeinschaft

Neues Wohnheim in der Jandagasse 2 in Floridsdorf - Spezielle Förderungen durch die Stadt Wien

Wien (OTS) - "Speziell gewidmete Förderungen durch die Stadt
kommen bei der Errichtung von Behindertenheimen zum Tragen. In den letzten 10 Jahren hat Wien neun derartige Projekte gefördert, um behinderten Menschen eine adäquate Unterkunft, Versorgung und Therapie zukommen zu lassen. All diese Maßnahmen haben das Ziel, das Alltagsleben behinderter Menschen möglichst bedürfnisgerecht und bequem zu gestalten", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann.

Behinderten-Wohngemeinschaft Jandagasse, Lebenstraum - eigener Raum - gemeinsamer Traum

Ein weiteres vorbildliches Wohnheim für behinderte Menschen ist nun in Floridsdorf entstanden. Das rollstuhlgerechte einstöckige Haus verfügt über acht Einzelzimmer, die entsprechend den Bedürfnissen ihrer Bewohner ausgestattet sind und einer so genannten "Trainingswohnung", in der eine der betreuten Personen auf ein eigenständiges Leben vorbereitet wird. Ein großer Garten ergänzt die insgesamt mit 400 m2 großzügig bemessenen Innenräume. Errichtet wurde das Wohnheim von der "Heimat Österreich". Betrieben wird es von "GIN" (Verein für Gemeinwesenintegration und Normalisierung).

Das Haus ist in der Nähe des Marchfeldkanals gelegen. Dieser bei den Wienern und Wienerinnen sehr beliebte Freizeitbereich ist unmittelbar zugänglich. Die vorwiegend jugendlichen Bewohner des Hauses lernen und trainieren neben tagtäglichen notwendigen Therapieprogrammen auch individuelle Fertigkeiten.

Wien hat die Behinderten-Wohngemeinschaft mit 300.000 Euro Wohnbauförderung unterstützt. Die Gesamtkosten lagen bei 700.000 Euro.****

Die Integration behinderter Menschen bleibt der Stadt Wien ein großes Anliegen. Deshalb hat Wien gemeinsam mit Vertretern von Behindertenorganisationen und Bauträgern sowie mit Architekten und Stadtplanern in den letzten Jahren zahlreiche behindertenfreundliche Regelungen erarbeitet, um das Leben von behinderten Menschen spürbar zu erleichtern. Die Änderung der Bauordnung Ende 2004 war das Ergebnis dieser ausführlichen Auseinandersetzung. Die Stadt wird deutlich mehr Barrierefreiheit bieten, dennoch sind auch wirtschaftliche Notwendigkeiten berücksichtigt. Zugänge zu Kinderspielplätzen müssen seither barrierefrei sein, Aufzüge sind bereits für Gebäude mit drei, statt bisher mit vier Stockwerken vorgeschrieben und der Mindest-Wendekreis für Rollstuhlfahrer auf den Gängen wurde auf 75 cm vergrößert. Eine Garage mit mehr als 30 Stellplätzen muss einen barrierefrei erreichbaren Aufzug oder eine maschinelle Aufstiegshilfe haben.

Darüber hinaus unterstützt die Stadt durch Einzelwohnungsverbesserungs- und Haussanierungsförderungen jedes Jahr den behindertengerechten und barrierefreien Umbau von etwa 3.000 Wohnungen.

Ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss im Ausmaß von 75 % der förderbaren Baukosten kann bei behindertengerechten Umbauten in Anspruch genommen werden, bzw. ist auch eine Förderung mit Darlehensmodell möglich. Wien hat im Jahr 2004 Einzelförderungen in der Höhe von 804.000,- Euro für den behindertengerechten Umbau von Wohnungen ausgezahlt.

Standorte der seit 1994 errichteten Heime für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ("Behindertenwohnheime") unter Zuhilfenahme von Neubauförderungsmitteln:

o 3., Dietrichgasse 48 (Wiener Stadtwerke)
o 10., Landgutgasse 51-53 (Hilfswerk für Taubblinde)
o 12., Oswaldgasse 27-31 (MIGRA)
o 15., Schanzstraße 18-22 (GESIBA)
o 16., Joachimsthalerplatz 1 (GESIBA)
o 16., Liebknechtgasse 32 (Stadt Wien/Caritas)
o 16., Redtenbachergasse 57 ("Heimat Österreich"/Caritas)
o 18., Antonigasse 28-30 (Antonia & Eduard)

(Schluss) gmp

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