WdF unterstützt Aktion "Beamte in die Wirtschaft"

Leitende Justizwachebeamte absolvieren Praktika in der Privatwirtschaft

Wien (OTS) - Das Fortbildungszentrum Strafvollzug (www.fbz-strafvollzug.at) startete mit Juni 2005 eine neue Ausbildung für leitende Mitarbeiter (Justizwachoffiziere) im österreichischen Strafvollzug. Die neu strukturierte Ausbildung sieht unter anderem eine starke Akzentuierung in den Bereichen Personal- und Organisationsentwicklung, Personalführung, Managementaufgaben und Möglichkeiten privatwirtschaftlichen Handelns im Nonprofit-Bereich vor. Im Zuge der neugestalteten Ausbildung, die als innovative Personalentwicklungsmaßnahme des Justizwachebereiches vom Bundeskanzleramt - Sektion III im Rahmen des Programms "Expertenaustausch mit der Privatwirtschaft" unterstützt wird, werden die Kandidaten verschiedener Justizeinrichtungen zur Praxisausbildung zugeteilt.

Die Entwicklungen im Bundesdienst stellen vermehrt Anforderungen an die leitenden Bediensteten, die sich an Modellen und Erfahrungen der Privatwirtschaft orientieren (u.a. Budgetentscheidungen, Rationalisierungen, Umstrukturierungen, langfristige Personalentwicklungskonzepte). Für die zukünftige Arbeit der Ausbildungskandidaten ist es förderlich, in Form von Praktika in Unternehmen der Privatwirtschaft "den Blick über den Tellerrand" zu machen.
Gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF), der größten unabhängigen und überparteilichen Interessensvertretung für Führungskräfte in Österreich, wurden für zwölf Justizwachebeamte Praktikumsplätze bei renommierten heimischen Unternehmen gefunden.

Bundesministerin für Justiz Maga. Karin Gastinger unterstützt die neue Ausbildung: "Wir sind bestrebt, privatwirtschaftliches Handeln unserer Beamten zu fördern, um zeitgemäßes Management in den Justizanstalten zu etablieren. Deswegen haben wir uns entschlossen, in die neuen Offiziersausbildung ein vierwöchiges Modul einbauen lassen, in dem künftigen Offizieren die Möglichkeit eröffnet wird, Erfahrungen in ausgewählten privaten Unternehmen zu sammeln."

Friederike Hladky, Bundesgeschäftsführerin des WdF, über die viel versprechende Initiative: "Durch diese Ausbildung wird auf beiden Seiten Verständnis für die unterschiedlichen Zugangsweisen zum Thema "Management" geschaffen. Ich bin überzeugt, dass die Teilnehmer an diesem Programm viel von der Erfahrung der heimischen Führungskräfte profitieren und betriebswirtschaftliche Lösungsansätze in den Strafvollzug übernehmen."

Bei den Kandidaten handelt es sich um zukünftige Führungskräfte, die alle eine Dienstzeit von mehr als zehn Jahren als Justizwachebeamte aufweisen und auch mit Aufgaben im Bereich der Administration befasst waren. Hierarchisch sind diese Personen in der mittleren Führungsebene angesiedelt.

Angestrebte Bildungsziele der Ausbildung sind: Einblick in Problem-und Fragestellungen des Personalwesens, der Organisationsentwicklung, von Projekten, Personalreduzierungen, Arbeitszeitgestaltung, Umgang mit dem Betriebsrat, Gestaltung von Aus- und Fortbildungsmodellen, Belohnungssysteme, allgemeine Führungsarbeit. Die Größe des Unternehmens ist nicht das maßgebliche Kriterium, da auch die Dienststellen Mitarbeiterzahlen von 60 bis 500 umfassen.

Folgende Unternehmen konnten vom WdF als Praktikumspartner gewonnen werden:

  • KAGES (Steirische Krankenanstalten GmbH), Graz
  • Smurfit Nettingsdorfer Papierfabrik, Nettingsdorf
  • REIWAG Gebäudeservice GmbH, Wien
  • Telekom Austria, Wien
  • Hewlett Packard, Wien
  • Kühne + Nagel, Wien
  • Flughafen Wien, Schwechat

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