ÖAMTC: Spritpreis ist die größte Ärgerquelle bei den Autokosten

Diesel ist heuer bereits acht Mal teurer geworden

Wien (OTS) - Wenn es um die Autokosten geht, ärgern sich zwei Drittel der Autofahrer über den Spritpreis. Das zeigte bereits eine ÖAMTC-Befragung unter 1.000 Autofahrern österreichweit im Februar dieses Jahres. "Kein Wunder, denn über Kosten, die man täglich in der Geldbörse spürt, ärgert man sich besonders. Hinzu kommt, dass die Spritpreise in diesem Jahr extrem in die Höhe geschnellt sind", meint ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Diesel ist heuer bereits acht Mal teurer, aber nur zwei Mal günstiger geworden. Der Preis für Superbenzin wurde neun Mal erhöht, zwei Mal gesenkt.

"Die Mehrbelastungen für die Autofahrer sind enorm, zumal von der Bevölkerung immer mehr Mobilität verlangt wird, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln alleine nicht zu bewältigen ist", so Brugger-Brandau weiter. "Das betrifft etwa die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt." Dem ÖAMTC ist es wichtig, dass die Autofahrer entlastet werden:

1. Der ÖAMTC verlangt, dass die Nettopreise in Österreich auf EU-Niveau abgesenkt werden. Der Liter Diesel kostet derzeit um 1,8 Cent mehr als im EU-Durchschnitt, der Liter Superbenzin ist um 2,4 Cent teurer.

2. Der ÖAMTC fordert eine Kilometergeld-Anhebung. Der derzeitige Satz von 36 Cent pro gefahrenem Kilometer als Entschädigung für im Auftrag des Arbeitgebers durchgeführte Fahrten mit dem Privatauto entspricht schon seit langem nicht mehr der Realität. Zeitgemäß und dem gestiegenen Autokosten-Index entsprechend, muss das Kilometergeld auf 45 Cent angehoben werden.

3. Auch eine Anhebung von Pendlerpauschale und Verkehrsabsetzbetrag sind unumgänglich.

Welche Autokosten sonst noch ärgern

Neben den Spritkosten sind vor allem Werkstatt- und Versicherungskosten die häufigsten Gründe, sich zu ärgern. Fast keine Ärgerquelle sind die Anschaffungskosten. Die Investition bleibt zwar noch viele Jahre als hoher Betrag in Erinnerung, wird aber nach einer gewissen Zeit abgehakt. Was Spritpreise, Servicekosten oder Versicherungsprämien betrifft, fühlt man sich hingegen oft ohnmächtig.

Tatsächlich ist der Autokauf selbst der größte Kostenfaktor: Mit dem Tag, an dem ein Auto erstanden wird, beginnt der Wertverlust - und zwar still und heimlich, weil das keine Kosten sind, die man im täglichen Autogebrauch spürt. Erst beim Wiederverkauf kommt das böse Erwachen. Diesen Faktor sollte man daher nicht unterschätzen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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