Weninger: Österreicher verdienen immer weniger

Ohne Wachstum der Reallöhne bleibt Wirtschaftserholung Wunschdenken

St. Pölten, (SPI) - "Herr und Frau Österreicher verdienen immer weniger. Dies geht aus einer aktuellen EU-Statistik hervor. Während in den ‚alten EU-Ländern’ die Reallöhne nach Abzug der Inflation um rd. 0,8 Prozent steigen, ist in Österreich nur ein äußerst bescheidener Anstieg um 0,2 Prozent zu verzeichnen. Eine Teuerungswelle nach der anderen fressen die Haushaltsbudgets auf, ohne eine maßgebliche Anhebung der Reallöhne bleibt auch eine Erholung der Wirtschaft Wunschdenken. Wenn alles teurer wird, so wird auch der private Konsum eingeschränkt", sieht der Wirtschaftssprecher und Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hannes Weninger, Handlungsbedarf.****

Zusätzlich werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch in anderen Bereichen immer wieder mit Schlechterstellungen konfrontiert. Arbeitsrechtliche Verschlechterungen, Pensionskürzungen und der Abbau bzw. die Einschränkung von sozialstaatlichen Elementen haben in den letzten Jahren zu einer großen Verunsicherung bei den Menschen geführt. Mit den Schlagworten der Flexibilisierung und Deregulierung wird Gewinnmaximierung und Aushöhlung des Sozialstaates betrieben. Die Steuerreform 2004/2005 ist durch eine unverhältnismäßige Entlastung der Unternehmen gekennzeichnet, Impulse zur Belebung der Inlandsnachfrage und des privaten Konsums fehlen.

"Was Österreich dringend benötigt ist daher eine Stärkung der Masseneinkommen, den Stopp beim schleichenden Abbau von Arbeits- und Sozialstandards, nachhaltige Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung sowie der Ausbau der staatlichen Grundsicherung und Grundversorgung. Rekordgewinne auf der einen, Rekordarbeitslosigkeit auf der anderen Seite sind Auswüchse, welche unmittelbar auf die neoliberale Wirtschaftspolitik der aktuellen blau-orange-schwarzen Bundesregierung zurückzuführen sind", prangert der SPNÖ-Politiker die "Errungenschaften" von Schüssel, Grasser und Co. an.
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