Neues Volksblatt: "Doppelpass" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 17. August 2005

Linz (OTS) - Im "Fußball ABC" wird der Doppelpass als taktisches Mittel beschrieben, um mit direktem, schnellem Zusammenspiel zweier Spieler einen oder mehrere Gegner auszuspielen.
Was von Fußballfans als technisches Kabinettstückerl mit Entzücken beobachtet wird, haben in der Politik der oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende Erich Haider und der AK- und ÖGB-Präsident Johann Kalliauer zur Perfektion entwickelt. Hält einer eine Pressekonferenz ab, legt der andere mit einer Aussendung zum gleichen Thema nach und umgekehrt; wie gestern zum Thema Arbeitslosigkeit.
Allerdings gibt's zwischen Sport und Politik doch Unterschiede. Fußballer werden dafür bezahlt, dass sie die andere Mannschaft austricksen. Politiker werden dafür bezahlt, dass sie für das Gemeinwohl arbeiten; dass sie, um beim Fußball zu bleiben, alle gemeinsam auf ein Tor spielen.
Und noch etwas kommt dazu: Der AK- und ÖGB-Chef müsste eigentlich für alle Arbeitnehmer da sein, nicht nur für die roten; auch schwarze, grüne, blaue oder orange Arbeitnehmer zahlen pünktlich ihre AK-Zwangsbeiträge. Als fünftes Rad am roten Wagen ist die AK zu teuer.

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