Gehrer baut Leseinitiative aus

Rechnungshof-Zustimmung für Lesefit

Wien (OTS) - "Lesen ist die wichtigste Kulturkompetenz. Wer gut lesen kann, der kann sich besser weiterbilden und hat höhere berufliche Chancen. Deshalb habe ich schon 2002 die Aktion "Lesefit" gestartet, die nun durch die Initiative "Lesen fördern!" verstärkt wird", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Der Rechnungshof bestätigt in seinem jüngsten Bericht, dass "die getroffenen Maßnahmen zur Erreichung des allgemeinen Ziels, die Lesekompetenz der österreichischen Schüler zu erhöhen, beitrugen".

Mit der Initiative "Lesen fördern!" verfolgt die Bildungsministerin drei Ziele: frühes Erkennen von Leseschwächen, gezielte individuelle Förderung und das Wecken und Stärken von Leselust. Bereits 2003 stellte das Bildungsministerium allen Volksschulen ein Lesescreening - eine Art Lesetest - zur Verfügung, mit dem Lehrpersonen die Leseleistung der Kinder überprüfen können. Seit dem heurigen Schuljahr wurde das Lesescreening erstmals flächendeckend verbindlich an den 3. Klassen Volksschule und in den 1. Klassen Gymnasium und Hauptschule angewandt. Erste Rückmeldungen zeigen ein gutes Ergebnis. Rund 40% der Schülerinnen und Schüler können überdurchschnittlich gut lesen, rund 45% lesen gut.

Das gute Ergebnis ist auf das hohe Engagement der Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen der Initiative Lesefit zurückzuführen. Im Rahmen dieser Initiative gab es unter anderem eine Vielzahl von speziellen Fortbildungsveranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer, neue Lesefördermaterialien wurden erstellt und Broschüren an die Eltern verteilt, in denen sie über Möglichkeiten zum Wecken der Leselust bei ihren Kindern informiert wurden. Maßnahmen wie Lesenächte, Lesekonferenzen, Leseveranstaltungen in Gemeinden und Bezirken, Lesetage, Lesemessen und Autorenlesungen trugen zur Stärkung der Leselust der Kinder bei.

Lesefit wird künftig durch die Initiative "Lesen fördern!" verstärkt. Nach der verbindlichen Einführung des Lesescreening, werden nun ein Leitfaden, weitere Fortbildungsveranstaltungen und Fördermaterialien durch das Bildungsministerium bereitgestellt. Besonderes hohes Engagement an den Schulen wird belohnt. Mit Beginn des kommenden Schuljahres besteht die Möglichkeit, Leseprogramme an Schulen beim Bildungsministerium einzureichen. Diese werden von einer Fachjury begutachtet. Besonders innovative Projekte werden vom Bildungsministerium mit bis zu € 700 gefördert. Die geförderten Projekte werden unter www.klassezukunft.at veröffentlicht. "Lesen ist nicht nur eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben, Lesen kann auch sehr viel Spaß machen. Ich danke allen, die in den vergangenen Jahren zur Steigerung der Leselust unserer Kinder beigetragen haben und lade alle Eltern und Lehrpersonen ein, auch im kommenden Schuljahr Leseschwerpunkte zu setzen", so Gehrer.

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