SJÖ: Schüssel soll erst vor der eigenen Tür kehren

Hartz-Reformen entsprechen dem politischem Programm der Bundesregierung

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fragt sich, warum Bundeskanzler Schüssel die deutschen Hartz-Reformen in der aktuellen Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kritisiert, wenn er unverdrossen eine Politik des Sozialabbaus in Österreich betreibt. Nicht zuletzt die beharrlichen Versuche der ÖVP-FPBZÖ-Regierung, die Löhne der ArbeitnehmerInnen durch Maßnahmen wie den Kombilohn zu drücken, erinnern an das Hartz-Debakel", so Dvorak am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Für Dvorak sind Schüssels Aussagen lediglich ein billiger Versuch, die Verantwortung für die derzeitige Rekordarbeitslosigkeit ins Ausland abzuschieben: "Schüssel täte gut daran, einmal vor der eigenen Tür zu kehren. Die aktuellen Schuldzuweisungen seitens Schüssel verdeutlichen allerdings den Zwiespalt, in dem sich der Kanzler befindet. Wer eine drastische Umverteilung von unten nach oben betreibt, produziert zwangsweise Massenarbeitslosigkeit."

Dvorak fordert abschließend Maßnahmen für die von Arbeitslosigkeit Betroffenen statt Lohndumping-Politik gegen ArbeitnehmerInnen:
"Kollektive Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich schafft Arbeitsplätze und bringt mehr Lebensqualität für ArbeitnehmerInnen. Die Politik dieser Bundesregierung ist dem genau entgegengesetzt: Sie produziert Arbeitslosigkeit und drückt die Löhne all derer, die noch das Glück haben, einen Arbeitsplatz zu besitzen." (Schluss) ns/mm

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