"Schlüssel zur Bronzezeit" auf Bundesforste-Fläche gefunden

Wieder Sensationsfund im Salzkammergut

Wien (OTS) - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) präsentieren wieder einen sensationellen historischen Fund. Im Rahmen der Erforschung von alten Wegen auf Bundesforste Flächen wurde im Ausseerland ein besonders aufwändig gearbeiteter, 3.200 Jahre alter Schlüssel aus der Bronzezeit gefunden. Bei der Suche nach antiken Fundstücken auf ihren Flächen arbeiten die Bundesforste gezielt mit dem Bundesdenkmalamt und der archäologischen Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut zusammen, um das kulturelle Erbe Österreichs und Europas für kommende Generationen zu erhalten.

Ein besonders aufwändig verzierter Bronzeschlüssel ist das neueste Fundstück auf Bundesforstegrund im Salzkammergut. Der 41 Zentimeter lange Schlüssel ist gebogen wie eine Fibel und wurde im steirischen Salzkammergut gefunden. Es stammt aus der Bronzezeit, genauer gesagt aus der Urnenfelderkultur um 1.200 vor Christus. Die Position, in der der Schlüssel gefunden wurde, deutet auf kultische Handlungen hin:
"Der Bronzeschlüssel war eindeutig dort bewusst deponiert. Er ist in der Erde gestanden und war exakt von West nach Ost ausgerichtet. Beim Schlüssel lagen zwei Bronzebeile und zehn weitere kleine Fundstücke", erklären die Mitglieder der archäologischen Arbeitsgemeinschaft Karl Gaisberger, Hubert Flatscher, Alfred Diechtl, Marko Mörth und Matthias Pointinger. Dieser Schlüssel ist jedoch nicht das einzige archäologische Fundstück im Ausseerland. Auch eine ganze Reihe von Beilen, Fibeln, römischen Pferdeschuhen, Dolchen und Pfeilen sind in dieser Gegend auf den Flächen der Bundesforste wiedergefunden worden. Den Österreichischen Bundesforsten ist die Sicherstellung der verborgenen Kulturschätze auf ihren Flächen ein großes Anliegen.

"Als Eigentümer von Flächen, die seit vielen Jahrtausenden den Menschen Lebensraum und Heimat sind, fühlen wir uns verpflichtet, die Suche nach noch vorhandenen Schätzen aus der Vergangenheit aktiv zu unterstützen und das kulturelle Erbe Österreichs und Europas zu sichern", meint Bundesforste-Vorstand Thomas Uher.

- Mit ÖBf-Unterstützung kulturelles Erbe erhalten -

Der Schlüssel aus dem Ausseerland gilt als Indiz dafür, dass es in diesem Bereich schon vor 3.200 Jahren Siedlungen gegeben hatte. Auch auf anderen Bundesforste-Flächen haben sich die Anzeichen für dauerhafte Siedlungen in der Urzeit verdichtet. Um mehr über das Siedlungswesen in der Bronzezeit zu erfahren, führen die Bundesforste, das Bundesdenkmalamt und die archäologische Arbeitsgemeinschaft seit Mitte Juli 2005 im Salzkammergut Grabungen durch. "Die genauen Ortskenntnisse und der analytische Blick der Mitglieder der archäologischen Arbeitsgemeinschaft hat uns sehr geholfen, die erfolgversprechendsten Stellen für Grabungsarbeiten zu identifizieren. Jetzt sind wir schon sehr gespannt, welche neuen Erkenntnisse wir gewinnen werden", meint Bernhard Hebert vom Bundesdenkmalamt.

- Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt -

Das Salzkammergut ist bekannt für ungewöhnliche historische Funde. Sei es die Mumie eines Salzarbeiters, eine antike Holzstiege in einem Salzbergwerk, antike Gegenstände aus der römischen Kaiserzeit oder der erst vor kurzem auf Bundesforste-Flächen entdeckte antike Goldschmuck. All diese Funde sind Zeugen für die jahrtausendealte, bewegte Geschichte der Region, die durch den Salzbergbau und den regen Handelsaustausch mit anderen Kulturen geprägt war. Um weitere Objekte aus Urzeiten für die Bevölkerung zu sichern, sucht die archäologisches Arbeitsgemeinschaft mit Genehmigung des Bundesdenkmalamtes und der Bundesforste gezielt nach historischen Gegenständen. "Das Bundesdenkmalamt ist für uns ein wertvoller und sehr kooperativer Partner. Gemeinsam engagieren wir uns für die Aufarbeitung der bedeutenden historischen Spuren auf ÖBf-Grund im Ausseerland", erklärt Bundesforste-Vorstand Uher.

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Österreichische Bundesforste AG
Matthias Pointinger
Tel.: 0664/1337938

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