ARBÖ: Urlauber-Reisewelle erreicht mit rund 80 Kilometer Stau und zähem Verkehr Höhepunkt

Weiter Stundenlange Wartezeiten an den Grenzen

Wien (OTS) - Die Urlauberreisewelle erreichte in den späten Vormittagstunden wie von den Verkehrsexperten des ARBÖ erwartet ihren Höhepunkt. Besonders betroffen waren die Transitstrecken in Westösterreich und die Grenzstellen zu Slowenien, Ungarn und der Tschechischen Republik. Durch die zahlreiche Urlaubs-Nachzügler und eine weitere Rückreiswelle kam es zu kilometerlangen Staus und Blockabfertigung sowohl in Richtung Norden als auch in Richtung Süden.

Die längsten Staus wurden wie sooft von der A10, Tauernautobahn, vor dem Tauerntunnel und dem Katschbergtunnel gemeldet. Wie bereits berichtet, wurde der Verkehr vor dem Nordportal des Tauerntunnels seit 02:30 Uhr nur mehr blockweise abgefertigt. Der damit verbundene Rückstau erreichte am späten Vormittag bis zu 9 Kilometer. Die Autofahrer mussten eine Anfahrtszeit von 2 bis 2,5 Stunden einplanen. "Mittlerweile nimmt der Stau allerdings langsam ab und erreichte gegen 12 Uhr eine Länge von rund 5 Kilometern, was einer Zeitverzögerungen von rund 1 Stunde entspricht", berichtet Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst. In Fahrtrichtung Salzburg sorgte die Rückreisewelle ab den Vormittagstunden für erhebliche Verkehrsprobleme. Vor dem Katschbergtunnel wurde der Verkehr ab 10:45 Uhr nur mehr blockweise abgefertigt. Gegen 12 Uhr erreicht die Staulänge rund 6 Kilometer, was einer Anfahrtszeit von rund 1 Stunde entsprach. Auf der Ausweichstrecke der B99, Katschberg Bundesstraße, kam es nach Informationen des ARBÖ zwischen Rennweg und Radtstadt auf rund 60 Kilometer zu sehr dichtem Verkehrsaufkommen. Länger Staus wurden allerdings nicht gemeldet. Einiges an Geduld mussten die Autofahrer auch auf der B311, Pinzgauer Bundesstraße, bei Saalfelden mitbringen. Hier sorgten die Reisenden, die in Richtung Tauernautobahn wollten, um die Mittagstunden für rund 3 Kilometer Stau.

In Tirol standen vor allem die B179, Fernpaß Bundesstraße und die B169, Zillertaler Bundesstraße, im Mittelpunkt der Stauberichterstattung. Auf der B179, Fernpaß Bundesstraße, sorgten der Reiseverkehr in Richtung Süden für erhebliche Probleme. Vor dem Lermoosertunnel wurde Verkehr ab den Vormittagstunden nur mehr blockweise durch den einröhrigen Tunnel geschleust. Binnen weniger Minuten kam es vor der Blockabfertigung zu äußert zähflüssigem Verkehr. Gegen 12 Uhr reichte die Urlauberkarawane auf rund 30 Kilometern bis zur deutsch-österreichischen Grenze beim Tunnel Vils/Füssen zurück. Im Zillertal kam der Urlauberrückreiseverkehr auf der B169, zwischen Stumm und Straß/Zillertal talauswärts auf rund 15 Kilometern teilweise zum Erliegen. Ein ähnliches Bild bot sich den Autofahrern auch auf der S16, Arlbergschnellstraße, zwischen Pians und Sankt Anton/Arlberg. Vor dem Pianertunnel wurde der Verkehr gegen 12 Uhr nur blockweise in Richtung Arlberg abgefertigt.

In Vorarlberg erwies sich wieder einmal der Pfändertunnel auf der A14, Rheintalautobahn, als Nadelöhr und Stauanziehungspunkt . In den Mittagstunden reicht die Kolonnen in Richtung Arlberg vor dem Nordportal rund 4 Kilometer bis auf deutsches Staatsgebiet zurück. In der Gegenrichtung wurden rund 2 Kilometer gemessen.

Stundenlange Wartezeiten and Grenzstellen werden zur Geduldsprobe=

Einiges an Geduld war auch von den Reisenden an den Grenzen in Süd-und Ostösterreich gefordert. Vor allem zu Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn wurden stundenlange Wartzeiten in beiden Richtungen gemeldet. Der Spitzenreiter war heute Vormittag die Grenzstelle Spielfeld auf der A9, Pyhrnautobahn. Die Reisenden mussten sich bei der Einreise nach Österreich bis zu 2 Stunden gedulden. Viele Autofahrer nutzen den ARBÖ-Tipp auf der naheliegenden Bundesstraße auszuweichen, und kamen ohne längere Wartzeiten nach Österreich. An der Grenzstelle Kleinhaugsdorf mussten sich die Urlauber rund 1 Stunden bei der Ausreise in die Tschechische Republik gedulden. " An den anderen Grenzstellen , wie Heiligenkreuz (H) und Karawankentunnel hat sich die Situation mittlerweile beruhigt. Im Laufe des Vormittags gab es aber auch hier bis zu 1 Stunde Wartezeit in beiden Richtungen", berichtet Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst.

Auch im Ausland kilometerlange Staus auf den Transitrouten=

Auch im benachbarten Ausland blieben die prognostizierten Staus nicht aus. Besonders betroffen war hier das deutsche Bundesland Bayern und die A8, Verbindung München-Salzburg. In Fahrtrichtung München kam es zwischen der Grenze bei Bad Reichenhall und Anger sowie zwischen Irschenberg und dem Kreuz München-Süd zu rund 30 Kilometer zu sehr stockendem Verkehr. In Richtung Festspielstadt Salzburg hieß es zwischen Irschenberg und Rosenheim auf rund 20 Kilometern die Nerven bewahren. Auch im südlich gelegenen Südtirol kam es auf der A22, Brennerautobahn, im Laufe des Vormittags immer wieder zu kilometerlangen Staus in beiden Richtungen.

"Alles in allem erreichten die Staulängen wie vorhergesagt nicht die Staulängen vom vergangenen Wochenende. Die Staus in Richtung Norden werden sicherlich noch etwas anwachsen und bis in die Abendstunden andauern. Dennoch könnte man davon sprechen, dass was den Reiseverkehr betrifft Österreich am heutigen Samstag im Vergleich zu den anderen Wocheneden im Sommer mit einem blauen Auge davon gekommen ist", zieht Thomas Haider ein Resümee.

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