Ab 13. August: Elektro-Schrott gratis abgeben

Sima: Infrastruktur in Wien perfekt vorbereitet - Positiver Schritt für die Umwelt darf KonsumentInnen nicht belasten

Wien (OTS) - Ab Samstag, 13. August 2005, haben alle
KonsumentInnen in Österreich die Möglichkeit ihre alten Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos los zu werden. Abgegeben werden können alte Kühlschränke, TV-Geräte, Computer, Mixer, etc. bei den Sammelstellen der Gemeinden oder - unter bestimmten Voraussetzungen -auch im Handel. Umweltstadträtin Ulli Sima: "Die kostenlose Entsorgung von alten Elektrogeräten ist in Wien schon seit Jahren möglich. In Wien sind die städtischen Sammelstellen perfekt vorbereitet." Bei insgesamt 19 Mistplätzen der MA 48 können die Wienerinnen und Wiener von Montag bis Samstag, jeweils von 7 bis 18 Uhr die Möglichkeit, ihren alten Elektrogeräte abzugeben. Der Mistplatz an der Percostraße 2 in Wien-Donaustadt hat sogar am Sonntag und Feiertagen (jeweils von 7 bis 18 Uhr) geöffnet.****

Festgelegt sind die neuen Regeln für die Entsorgung von Elektro-Schrott in der Elektroaltgeräte-Verordnung (EAG-VO), die das Verbot von umweltbelastenden Substanzen wie Blei, Quecksilber und Cadmium bei der Erzeugung von Elektro- und Elektronikgeräten und die umweltgerechte Verwertung und Behandlung der Altgeräte vorsieht. Sima: "Das ist ein positiver Schritt für die Umwelt. Wertvolle Rohstoffe wie etwa Kupfer und andere Metalle können dadurch verstärkt wieder verwertet werden, das schont die weltweiten Ressourcen." Die Wiener Umweltstadträtin warnt allerdings davor, dass die für die Produzenten entstehenden Kosten nicht zu versteckten Preiserhöhungen dürfen. Sima: "Das Schlagwort von der Produzentenverantwortlichkeit muss ernst genommen werden, es kann nicht sein, dass die EndverbraucherInnen beim Neukauf für die umweltgerechte Entsorgung der Altgeräte zur Kasse gebeten werden." Sima fordert ein genaues Monitoring der Auswirkungen der EAG-Verordnung: "Sollten sich die Produzenten aus ihrer Verantwortung stehlen und sich die Entsorgung ,vergolden’ lassen, müssen Nachbesserungen erfolgen."

Was ändert sich für die WienerInnen?

In Wien können Elektro- und Elektronikaltgeräte (EAGs) wie bisher bei den 19 Mistplätzen der MA 48 abgegeben werden. Für die Rückgabe von Leuchtstoffröhren (Gasenladungslampen) und Handys stehen auch weiterhin die 53 Problemstoffsammelstellen in Wien parat. Die Rückgabe ist beim Neukauf eines Gerätes auch beim Handel möglich, der diese Rücknahmeverpflichtung aber für Geschäfte mit geringer Verkaufsfläche ausschließen kann. Die Abgabe ist für alle alten EAGs kostenlos. Das gilt auch für Kühlschränke: Der nach 1993 beim Kauf eines Kühlschranks fällige Entsorgungsbeitrag wird vom Umweltforum Haushalt (UFH) gegen Vorweisen einer Entsorgungs-Plakette ("Kühlschrank-Pickerl") rückerstattet. Nähere Informationen dazu unter http://www.ufh.at/ oder 0800/10 44 10.

Sammelziel in Wien bereits erfüllt

Die EAG-Verordnung sieht vor, dass ab dem Jahr 2006 pro Kopf und Jahr vier Kilogramm Elektroschrott in Österreich gesammelt werden. In Wien fielen im Jahr 2004 bei der MA 48 rund 7.090 Tonnen an alten Elektro- und Elektronikgeräten an, das sind 4,31 Kilogramm pro Kopf. Damit liegt Wien schon heute über dem Ziel der EAG-VO. Sima: "Dieses Ergebnis beweist, dass das Sammelangebot in Wien schon bisher hervorragend organisiert und von der Bevölkerung auch gut angenommen wurde. Auch hier ist Wien Vorreiter."

Info:

o Adressen der 19 Wiener Mistplätze:
http://www.wien.at/ma48/abfall/mistadresse.htm
o Problemstoffsammelstellen gibt es auf jedem Mistplatz und an weiteren 33 Standorten, die Adressen unter:
http://www.wien.at/ma48/abfall/sammlung/problemstellen.htm
o Infos am Misttelefon der MA 48 unter 01/546 48 (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr)
o Infos über die Rückzahlaktion beim "Kühlschrank-Pickerl" unter http://www.ufh.at/ oder telefonisch unter 0800/10 44 10

(Schluss) wög

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Mag. Karl Wögerer
Tel.: 4000/81 359
Handy: 0664/826 82 15
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