SJÖ: Arbeitsmarktpolitik der Regierung ist gelebtes Raubrittertum

Sozialistische Jugend fordert öffentliche Lehrwerkstätten und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich statt Kombilohn

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), wirft der Bundesregierung vor, mit ihrem Kombilohn-Modell die Schere zwischen den Unternehmensgewinnen und den Löhnen noch weiter zu öffnen. "Die schamlose Umverteilungspolitik von ÖVP-BZFPÖ von unten nach oben lässt die Löhne stagnieren. Eine aktuelle Studie der deutschen Hans Böckler Stiftung weist für Österreich kein relevantes Wachstum der Reallöhne aus. Es beträgt gerade einmal 0,2 Prozent. Zuerst nimmt die Regierung den ArbeitnehmerInnen die Löhne und senkt die Massenkaufkraft. Dann verpasst sie den Unternehmen kräftige Finanzspritzen. Und schließlich lässt sie durch Steuersubventionen die ArbeitnehmerInnen die Lohnkosten der Unternehmen tragen. Das ist gelebtes Raubrittertum", so Dvorak am Freitag gegenüber dem Pressdienst der SPÖ. ****

Dvorak weist darauf hin, dass Unternehmenssubventionen in den letzten fünf Jahren keine Arbeitsplätze geschaffen haben. Gerade im Bereich der Lehrlingsausbildung seien beim Regierungsmodell keine neuen und effektiven Ansätze zu erkennen. Mit dem Kombilohn degradiere die Bundesregierung Jugendliche zu AlmosenempfängerInnen. "Wir benötigen Maßnahmen zur Ausbildungsplatzsicherung für Jugendliche. Konkret bedeutet das die Einführung öffentlicher Lehrwerkstätten finanziert durch eine Wertschöpfungsabgabe."

Dvorak fordert abschließend ein kollektive Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich: " Die letzte Phase der generellen Arbeitszeitverkürzung in Österreich von 1970 bis 1975 wies ein Wachstum der Beschäftigtenzahlen von ca. 2,4 Mio. auf ca. 2,7 Mio. aus. Die jüngsten Erfahrungen in Frankreich bestätigen ebenfalls den Beschäftigungseffekt einer kollektiven Arbeitszeitverkürzung. Im Gegensatz dazu hat uns die fünfjährige Politik dieser Bundesregierung die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte der 2. Republik beschert." (Schluss) ps/mm

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