euro adhoc: BETandWIN.com Interactive Entertainment AG / Quartals- und Halbjahresbilanzen / :Q2 & erstes Halbjahr 2005 (D)

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11.08.2005

:ERLÄUTERUNGEN ZUM Q2 UND ERSTEN HALBJAHR 2005

In Übereinstimmung mit den Anforderungen des Prime Market der Wiener Börse veröffentlicht die BETandWIN.com Interactive Entertainment AG seit dem Quartalsbericht Q1 2003 die vollständige (ungeprüfte) Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Konzernverlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung sowie die Entwicklung des Konzerneigenkapitals. Damit sollen Transparenz und Aussagekraft der unterjährigen Berichterstattung über die Vermögens- und Ertragslage deutlich erhöht werden. Ausgewählte Kennzahlen werden zur besseren Vergleichbarkeit mit den Vorjahresperioden sowohl pro-forma konsolidiert als auch nach der at-equity Methode dargestellt. Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Konzernverlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung sowie die Entwicklung des Konzerneigenkapitals werden lediglich nach der at-equity Methode dargestellt.

Dieser Bericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistung zu verstehen und beinhalten schwer vorhersehbare Risiken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.

Im vorliegenden Abschluss wurden von der Gesellschaft erstmalig die Bestimmungen des IFRS II berücksichtigt. Diese sind gemäß den Übergangsbestimmungen unter anderem auf Eigenkapitalinstrumente anzuwenden, die nach dem 07.11.2002 zugesagt wurden und am 01.01.2005 noch nicht unverfallbar geworden sind, wobei die Vorjahresvergleichszahlen entsprechend anzupassen sind. betandwin hat daher erstmals ab 01.01.2005 aktienbasierte Optionen gemäß IFRS II bilanziert und aufgrund dessen auch das Jahresergebnis 2004 sowie den Bilanzgewinn zum 31.12.2004 um 0,6 Mio. EUR angepasst. Dementsprechend wurden auch die Quartalsvergleichszahlen adaptiert.

:HIGHLIGHTS

:Q2 2005
(PRO-FORMA KONSOLIDIERT)

  • Rekord-Quartalsumsatz von 556 Mio. EUR; plus 203 Prozent
  • Brutto-Gaming-Erträge mit 36,0 Mio. EUR mehr als verdreifacht
  • Wachstumsgeschwindigkeit stark erhöht, dennoch EBITDA bei 2,6 Mio. EUR deutlich im Plus
  • 297.221 aktive Sportwettkunden; plus 112 Prozent
  • Ausgabe von Gratisaktien erleichtert Handelbarkeit :ERSTES HALBJAHR 2005 (PRO-FORMA KONSOLIDIERT)
  • Rekord-Umsatz von 993 Mio. EUR; plus 210 Prozent
  • Brutto-Gaming-Erträge von über 60,6 Mio. EUR; plus 189 Prozent
  • EBITDA trotz Wachstumsstrategie mit 4,6 Mio. EUR klar im Plus
  • Ergebnis vor Steuern mit 2,5 Mio. EUR deutlich positiv

:GESCHÄFTSVERLAUF IM ZWEITEN QUARTAL 2005

• Rekord-Quartalsumsatz von über 556 Mio. EUR; plus 203 Prozent

betandwin steigerte den Umsatz aus Wett- und Casinogeschäft sowie Games auf 556,118 Mio. EUR gegenüber einem Umsatz von EUR 183,617 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dies entspricht mehr als einer Verdreifachung und ist Ergebnis der eingeschlagenen Wachstumsstrategie.

Die Umsätze aus dem Wettgeschäft beliefen sich auf 274,978 Mio. EUR (Q2 2004:
89,097 Mio. EUR). Die Steigerung von 208,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode spiegelt die erfolgreiche europaweite Expansion von betandwin wieder.

Deutliche Umsatzsteigerungen im Casinogeschäft fanden in einem Rekordumsatz in der Höhe von 268,897 Mio. EUR ihren Niederschlag (Q2 2004: 90,594 Mio. EUR). Im Bereich Games konnte der Umsatz um 211,8 Prozent auf 12,243 Mio. EUR gesteigert werden.

Vorschau auf Änderungen in der Umsatzdarstellung:
Zur besseren Vergleichbarkeit werden beginnend mit Q3 2005 die Umsätze aus den Bereichen Casino, Games und Poker, wie international üblich, nur mehr als Rohertrag (Wettumsätze weniger Wettgewinne) ausgewiesen. Eine entsprechende Darstellung der daraus resultierenden Änderungen ist im Tabellenteil angeführt.

• Brutto-Gaming-Erträge mit 36,0 Mio. EUR mehr als verdreifacht

Die Brutto-Gaming-Erträge (Summe der Bruttoroherträge aus Wettgeschäft, Casino, Games und Poker) beliefen sich im zweiten Quartal 2005 auf 35,962 Mio. EUR (Q2 2004: 11,719 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge, die durch Gratiswetten bzw. Promotion-Boni, die hauptsächlich auf die Reaktivierung von bereits registrierten, jedoch inaktiv gewordenen Kunden abzielten, generiert wurden und in etwa 6 Prozent der Bruttoroherträge betragen.

Der Bruttorohertrag (Wettumsatz abzüglich Wettgewinne) aus dem Wettgeschäft betrug 25,138 Mio. EUR (Q2 2004: 8,852 Mio. EUR; plus 184,0 Prozent). Aus dem Casinogeschäft wurde ein Bruttorohertrag in der Höhe von 7,780 Mio. EUR (Q2 2004: 2,599 Mio. EUR; plus 199,3 Prozent) erzielt. Der Bereich Games generierte einen Bruttorohertrag von 1,065 Mio. EUR nach 0,268 Mio. EUR im Vorjahr. Die sonstigen Gaming-Erträge in der Höhe von 1,979 Mio. EUR (Q1 2005 1,140 Mio. EUR) wurden in der Multi-Player-Poker-Applikation "Poker Lounge" erzielt. Diese Applikation steht seit dem dritten Quartal 2004 auf ausgewählten Plattformen zur Verfügung und es wird, wie international üblich, nur der erzielte Nettorohertrag ausgewiesen.

Die Bruttorohertragsmarge aus dem Wett- und Casinogeschäft sowie Games betrug 6,1 Prozent (Q2 2004: 6,4 Prozent). Die Bruttorohertragsmarge aus dem Wettgeschäft belief sich auf 9,1 Prozent (Q2 2004: 9,9 Prozent) und liegt damit innerhalb der kommunizierten Bandbreite zwischen 8 bis 10 Prozent und hat sich, wie angekündigt, gegenüber dem Q1 2005 verbessert.

Die Bruttrohertragsmarge aus dem Casinogeschäft blieb mit 2,9 Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode nahezu unverändert. Im Bereich Games wurde eine Bruttorohertragsmarge von 8,7 Prozent (Q2 2004: 6,8 Prozent) erzielt.

Die Netto-Gaming-Erträge beliefen sich auf 34,237 Mio. EUR, das entspricht einer Steigerung von 22,684 Mio. EUR oder 196,3 Prozent. Die Nettorohertragsmarge aus Wett- und Casinogeschäft sowie Games betrug im zweiten Quartal 2005 5,8 Prozent (Q2 2004: 6,3 Prozent).

Die gesamten Erträge beliefen sich auf 35,589 Mio. EUR (Q2 2004: 12,183 Mio. EUR; plus 192,1 Prozent) und beinhalten neben den genannten Gaming-Erträgen auch Erlöse aus Gebührenverrechnung und aktivierte Eigenleistungen in der Höhe von 1,352 Mio. EUR (Q2 2004: 0,630 Mio. EUR).

Im Einklang mit der kommunizierten Wachstumsstrategie und um das Potenzial des noch sehr jungen europäischen Online-Wettmarkts optimal zu nutzen, wurden im zweiten Quartal 2005 die Marketing- und Personalaufwendungen deutlich erhöht. Damit können künftige Ertragspotenziale und der Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern ausgebaut und gesichert werden. Investiert wurde neben klassischen Marketingaktivitäten einerseits in Kooperationen mit international führenden Sportlern, Vereinen oder Veranstaltungsserien in den jeweiligen Kernzielmärkten mit dem Ziel der direkten Kundenakquisition, sowie andererseits in den Markenaufbau. Im abgelaufenen Quartal setzte betandwin unter anderem im Zuge von Kooperationen mit renommierten Fußballvereinen wie dem FC Barcelona, Juventus Turin, der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft, im Rahmen der Motorrad-Veranstaltungsserie "Moto GP" oder anlässlich des ATP Tennisturniers in Kitzbühel Kommunikationsschwerpunkte. Die Sponsoringvereinbarungen mit dem Redbull-Racing Formel 1 Team wurden erfolgreich fortgesetzt. Der Markenaufbau wurde durch Werbekampagnen in Medien mit großer Reichweite zusätzlich unterstützt.

Vor diesem Hintergrund erhöhten sich die Aufwendungen für Personal, Marketing sowie sonstige Aufwendungen auf 32,948 Mio. EUR (Q2 2004: 13,878 Mio. EUR; plus 137,4 Prozent). Davon betrugen die Marketingaufwendungen im zweiten Quartal 2005 21,094 Mio. EUR bei 8,418 Mio. EUR aus der Vorjahresvergleichsperiode (plus 150,6 Prozent).

Auf Personalaufwendungen entfielen 4,571 Mio. EUR (Q2 2004: 2,409 Mio. EUR; plus 89,8 Prozent). Die starke Steigerung ist einerseits Ergebnis der deutlichen Zunahme des Personalstandes, die zur Unterstützung der Expansionsbestrebung notwendig ist. Andererseits werden die Personalaufwendungen durch die schon angesprochene Anwendung des IFRS II im Ausmaß von 0,305 Mio. EUR (nicht cash-wirksam) sowie zusätzlicher Lohnnebenkosten durch Ausübung von Mitarbeiteroptionen in der Höhe von 0,7 Mio. EUR belastet.

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleichszeitraum um 136 Personen. Inklusive freier Mitarbeiter wurden zum Stichtag 30.06.2005 303 Personen beschäftigt (30.06.2004: 167 Mitarbeiter). Durch die europaweite Expansion wurde die Anzahl der Mitarbeiter vor allem in den Bereichen Kundenservice, Zahlungsabwicklung, Produktmanagement und regionale "Country"-Manager aufgestockt. Damit soll die hohe Servicequalität nicht nur beibehalten, sondern ausgebaut werden. Die Marktbearbeitung in mehreren zusätzlichen kontinentaleuropäischen Märkten wird zügig vorangetrieben.

Die sonstigen Aufwendungen (beinhalten u.a. Aufwendungen für Zahlungsverkehr, IT-Serviceleistungen, externe Quotenerstellung, Beratung, Investor Relations etc.) erhöhten sich auf 7,283 Mio. EUR (Q2 2004: 3,050 Mio. EUR; plus 138,8 Prozent). Die Steigerungen waren größtenteils auf unmittelbar mit der Zunahme des Geschäftsvolumens in Zusammenhang stehenden sich proportional entwickelnden Aufwendungen wie beispielsweise Spesen des Geldverkehrs - diese stiegen von 0,968 Mio. EUR im Q2 2004 um 213,5 Prozent auf 3,035 Mio. EUR - zurückzuführen. In Einklang mit der kommunizierten Wachstumsstrategie nahmen ebenso die Aufwendungen für Miete, Pacht und Lizenzen von 0,455 Mio. EUR im zweiten Quartal 2004 um 165,5 Prozent auf 1,208 Mio. EUR zu. Ebenso stiegen die Aufwendungen für - vornehmlich rechtliche - Beratung, Reise und Transport sowie IT-Dienstleistungen, wenngleich auch in geringerem Ausmaß.

• Wachstumsgeschwindigkeit stark erhöht, dennoch EBITDA bei 2,6 Mio. EUR deutlich im Plus

Trotz deutlich erhöhter Marketing- und Personalaufwendungen (inklusive der non-cash-wirksamen IFRS-Aufwendungen für Aktienoptionen und zusätzliche Lohnnebenkosten) erzielte betandwin im zweiten Quartal ein EBITDA von 2,641 Mio. EUR (Q2 2004: -1,695 Mio. EUR).

Das EBIT belief sich auf 1,438 Mio. EUR (Q2 2004: -3,056 Mio. EUR). betandwin erwirtschaftete ein Quartalsergebnis vor Steuern von 1,628 Mio. EUR (Q2 2004:
-3,172 Mio. EUR).

Nach Abzug von Einkommens- und Ertragssteuern sowie nach Berücksichtigung von Minderheitenanteilen (betrifft die Anteile Dritter in Zusammenhang mit in der Vergangenheit eingegangenen Beteiligungen/betandwin e.K. und Akquisitionen/Playit.com Ltd., beteurope.com) belief sich das Konzernergebnis nach Steuern auf 0,427 Mio. EUR (Q2 2004: -4,409 Mio. EUR).

• 297.221 aktive Sportwettkunden; plus 112 Prozent

Die Zahl der aktiven Sportwettkunden konnte deutlich auf 297.221 gesteigert werden (Q2 2004: 140.224; plus 111,9 Prozent). Die neuen aktiven Sportwettkunden konnten ebenso deutlich auf 123.450 erhöht werden (Q2 2004: 61.494; plus 100,8 Prozent). Die Steigerung der Akquisitionskosten je Kunde ist auf einen höheren Anteil an Marketingaufwendungen in den Markennamen zurückzuführen und zielt auf eine Verbesserung der langfristigen Positionierung von betandwin und nicht auf kurzfristige Kundenmaximierung ab. Bei nach wie vor attraktiven Kosten je gewonnenem Neukunden und dadurch kurzen Amortisationszeiten auf das eingesetzte Kapital wurde in den abgelaufenen 12 Monaten der betandwin Markenwert erheblich gesteigert: Im Juli 2005 wurde der Wert der Marke betandwin in einer österreichischen Markenwertstudie mit 1,236 Mrd. EUR beziffert. Gegenüber der Erhebung im Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von mehr als 400 Mio. EUR oder 50 Prozent. betandwin konnte damit den stärksten Zuwachs im Markenwert der betrachteten Unternehmen verzeichnen. Die im Q2 2005 erfolgte Steigerung der Investitionen ist daher vor dem Hintergrund der Zunahme der Bedeutung monetärer Werte einer Marke zu sehen.

Die Anzahl der abgeschlossenen Sportwetten erhöhte sich auf 28.628.662 (Q2 2004:
10.439.891). Dies entspricht einer Steigerung von 174,2 Prozent.

• Ausgabe von Gratisaktien erleichtert Handelbarkeit

Mit 22. Juni 2005 wurde das Grundkapital der BETandWIN.com Interactive Entertainment AG durch die Kapitalberichtigung (Umschichtung von der gebundenen Rücklage in Grundkapital) verdoppelt.

Mit der Kapitalberichtigung wurde der Kurs der betandwin Aktie halbiert, womit im Sinne der Kleinaktionäre die Handelbarkeit der betandwin Aktien erleichtert werden soll.

: GESCHÄFTSVERLAUF IM ERSTEN HALBJAHR 2005
(PRO-FORMA KONSOLIDIERT)

• Rekord-Umsatz von 993 Mio. EUR; plus 210 Prozent

betandwin steigerte den Umsatz aus Wett- und Casinogeschäft sowie Games im ersten Halbjahr auf 992,625 Mio. EUR gegenüber einem Umsatz von EUR 319,939 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dies entspricht mehr als einer Verdreifachung und ist Ergebnis der erfolgreich eingeschlagenen Wachstumsstrategie.

Die Umsätze aus dem Wettgeschäft beliefen sich auf 471,806 Mio. EUR (1HJ 2004:
147,535 Mio. EUR). Die Steigerung von 219,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode spiegelt die beschleunigte europaweite Expansion von betandwin wider.

Deutliche Umsatzsteigerungen im Casinogeschäft fanden in einem Rekordumsatz in der Höhe von 499,414 Mio. EUR ihren Niederschlag (1HJ 2004: 167,193 Mio. EUR). Im Bereich Games konnte der Umsatz um 310,7 Prozent auf 21,405 Mio. EUR gesteigert werden und ist Resultat der ständigen Erweiterung des Angebots an Games.

• Brutto-Gaming-Erträge von über 60,6 Mio. EUR; plus 189 Prozent

Die Brutto-Gaming-Erträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2005 auf 60,649 Mio. EUR (1HJ 2004: 20,980 Mio. EUR).

Der Bruttorohertrag aus dem Wettgeschäft betrug 41,913 Mio. EUR (1HJ 2004:
16,046 Mio. EUR; plus 161,2 Prozent). Aus dem Casinogeschäft wurde ein Bruttorohertrag in der Höhe von 13,801 Mio. EUR (1HJ 2004: 4,582 Mio. EUR; plus 201,2 Prozent) erzielt. Der Bereich Games generierte einen Bruttorohertrag von 1,816 Mio. EUR nach 0,353 Mio. EUR im Vorjahr. Die sonstigen Gaming-Erträge in der Höhe von 3,119 Mio. EUR wurden in der Multi-Player-Poker-Applikation "Poker Lounge" erzielt, die erstmalig im Q4 2004 ergebniswirksam wurde und seitdem enorme Steigerungsraten aufweist.

Die Bruttorohertragsmarge aus dem Wett- und Casinogeschäft sowie Games betrug 6,1 Prozent (1HJ 2004: 6,6 Prozent). Die Bruttorohertragsmarge aus dem Wettgeschäft belief sich auf 8,9 Prozent (1HJ 2004: 10,9 Prozent) und liegt damit innerhalb der kommunizierten Bandbreite zwischen 8 bis 10 Prozent.

Die Bruttrohertragsmarge aus dem Casinogeschäft blieb mit 2,8 Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode erwartungsgemäß stabil. Im Bereich Games wurde eine Bruttorohertragsmarge von 8,5 Prozent (1HJ 2004: 6,8 Prozent) erzielt.

Die Netto-Gaming-Erträge beliefen sich auf 57,177 Mio. EUR (1HJ 2004: 20,266 Mio. EUR; plus 182,1 Prozent). Die Nettorohertragsmarge aus Wett- und Casinogeschäft sowie Games betrug im ersten Halbjahr 2005 5,4 Prozent (1HJ 2004:
6,3 Prozent).

Die gesamten Erträge beliefen sich auf 59,468 Mio. EUR (1HJ 2004: 21,848 Mio. EUR; plus 172,2 Prozent) und beinhalten neben den genannten Gaming-Erträgen auch Erlöse aus Gebührenverrechnung und aktivierte Eigenleistungen in der Höhe von 2,291 Mio. EUR (1HJ 2004: 1,582 Mio. EUR).

Im Zuge der konsequent vorangetriebenen Wachstumsstrategie erhöhten sich die Aufwendungen für Personal, Marketing sowie sonstige Aufwendungen auf 54,914 Mio. EUR (1HJ 2004: 21,091 Mio. EUR; plus 160,4 Prozent). Davon betrugen die Marketingaufwendungen im ersten Halbjahr 2005 34,329 Mio. EUR bei 11,094 Mio. EUR aus der Vorjahresvergleichsperiode (plus 209,5 Prozent).

Auf Personalaufwendungen entfielen 8,126 Mio. EUR (1HJ 2004: 4,561 Mio. EUR; plus 78,2 Prozent). Die starke Steigerung ist einerseits Ergebnis der deutlichen Zunahme des Personalstandes, der zur Unterstützung der Expansionsbestrebung notwendig ist, sowie der Änderungen in den Vorschriften zur Rechnungslegung (IFRS II) und der Nebenkosten der Ausübung von Mitarbeiteroptionen.

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleichszeitraum um 136 Personen und ist Resultat der zügig vorangetriebenen Expansion in den europäischen Kernmärkten. Inklusive freier Mitarbeiter wurden zum Stichtag 30.06.2005 303 Personen beschäftigt (30.06.2004: 167 Mitarbeiter).

Die sonstigen Aufwendungen (beinhalten u.a. Aufwendungen für Zahlungsverkehr, IT-Serviceleistungen, externe Quotenerstellung, Beratung, Investor Relations etc.) erhöhten sich auf 12,459 Mio. EUR (1HJ 2004: 5,436 Mio. EUR; plus 129,2 Prozent). Die Steigerungen waren größtenteils auf unmittelbar mit der Zunahme des Geschäftsvolumens in Zusammenhang stehenden sich proportional entwickelnden Aufwendungen wie beispielsweise Spesen des Geldverkehrs - diese stiegen von 1,675 Mio. EUR im 1HJ 2004 um 207,2 Prozent auf 5,146 Mio. EUR - zurückzuführen. In Einklang mit der kommunizierten Wachstumsstrategie nahmen ebenso die Aufwendungen für Miete, Pacht und Lizenzen von 0,9 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2004 um 144,3 Prozent auf 2,199 Mio. EUR zu. Ebenso stiegen die Aufwendungen für - vornehmlich rechtliche - Beratung, Reise und Transport sowie IT-Dienstleistungen, wenngleich auch in deutlich geringerem Ausmaß.

Die Zahl der neuen aktiven Sportwettkunden konnte deutlich auf 227.118 gesteigert werden (1HJ 2004: 86.051; plus 163,9 Prozent).

Die Anzahl der abgeschlossenen Sportwetten erhöhte sich auf 52.676.030 (1HJ 2004: 19.437.374). Dies entspricht einer Steigerung von 171,0 Prozent und bedeutet, dass im ersten Halbjahr 2005 durchschnittlich 3,4 Sportwetten pro Sekunde abgeschlossen wurden.

• EBITDA trotz Wachstumsstrategie mit 4,6 Mio. EUR klar im Plus

Trotz deutlich erhöhter Marketing- und Personalaufwendungen erzielte betandwin im ersten Halbjahr ein EBITDA von 4,554 Mio. EUR (1HJ 2004: 0,756 Mio. EUR; plus 502,4 Prozent).

• Ergebnis vor Steuern mit 2,5 Mio. EUR deutlich positiv

Das EBIT belief sich im ersten Halbjahr auf 2,238 Mio. EUR (1HJ 2004: -1,853 Mio. EUR). betandwin erwirtschaftete ein Halbjahresergebnis vor Steuern von 2,476 Mio. EUR (1HJ 2004: -1,528 Mio. EUR).

Nach Abzug von Einkommens- und Ertragssteuern sowie nach Berücksichtigung von Minderheitenanteilen (betrifft die Anteile Dritter in Zusammenhang mit in der Vergangenheit eingegangenen Beteiligungen/betandwin e.K. und Akquisitionen/Playit.com Ltd., beteurope.com) belief sich das Konzernergebnis nach Steuern auf 0,114 Mio. EUR (1HJ 2004: -3,887 Mio. EUR).

• Ausblick

Spielsuchtprävention: betandwin sucht in Kooperation mit der Harvard Medical School neue Ansätze im Umgang mit potentiellen Problemspielern
Mit dem Ziel der Entwicklung einer wirkungsvollen und innovativen Responsible Gaming Strategie wurde mit einer der weltweit führenden Universitäten im Bereich Suchtforschung die Kooperation gesucht. Unter Berücksichtigung der besonderen Möglichkeiten des Mediums Internet hat das Forschungsprojekt die Entwicklung eines Maßnahmenpakets zum Ziel, das primär auf Spielsuchtprävention abzielt. Basierend auf empirisch belegbaren Informationen soll es möglich werden, früher als bisher Verhaltensauffälligkeiten zu erkennen, um darauf mittels verschiedener Maßnahmen rasch und individuell reagieren zu können.

Im Sinn einer möglichst effizienten und engen Kooperation mit der Harvard Medical School/Cambridge Health Alliance wurde eine Problem Gaming Beauftragte engagiert, die zusätzlich für die Schaffung eines entsprechend ausgeprägten Problembewusstseins innerhalb des betandwin Teams zuständig ist. In Form von regelmäßigen Mitarbeitervorträgen durch die Harvard Medical School Projektleitung soll sichergestellt werden, dass die gewonnenen Erkenntnisse dynamisch und zeitnah in sämtliche betandwin Entscheidungsprozesse einfließen.

Das vorerst für die Dauer von drei Jahren anberaumte Initialprojekt mit der Harvard Medical School/Cambridge Health Alliance wurde von betandwin mit 1,4 Mio. EUR dotiert.

Rascher und erfolgreicher Start der European Sports Security Agency ("ESSA") In Zusammenarbeit mit der European Betting Association ("EBA") wurde als Reaktion auf mehrere Wettbetrugsfälle in Deutschland (bekannt als die Hoyzer-Affäre), in derem Zusammenhang verschiedene Fälle von Schiedsrichterbestechung bekannt geworden waren, die ESSA gegründet. Ziel der ESSA ist es, basierend auf Daten, die von sämtlichen EBA-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Anzeichen für den Versuch der Wettmanipulation zu erkennen und die jeweiligen Dach-Sportorganisationen zeitnah und kostenlos zu informieren. Die Initiative wurde von zahlreichen Sportorganisationen aus unterschiedlichen Sportarten begrüßt.

Erster Etappensieg in Zusammenhang mit Klagen einzelner europäischer Fußballvereine gegen etablierte Wettanbieter wegen vermeintlicher Verletzung von Namens- und Bildrechten
Aktuell sehen sich führende europäische Wettanbieter mit Klagen von Real Madrid, dem PSV Eindhoven sowie einigen Spielern wie David Backham, Zinedine Zidane oder Raul Gonzales Blanco konfrontiert, in denen behauptet wird, es wären Namens- und Bildrechte verletzt worden. Aus Sicht der Anwälte sämtlicher geklagter Parteien erscheinen die Ansprüche mehr als zweifelhaft; offensichtlich wird der Versuch unternommen einen Weg zu finden, an den Erlösen der boomenden Gamingindustrie zu partizipieren. In einem ersten vorläufigen Urteil wurden die Klagen von einem französischen Gericht abgewiesen. betandwin ist zuversichtlich, dass auch in den weiteren Verfahren im Sinn der Gaming-Anbieter entschieden wird.

Verfahrenseinstellung in Zusammenhang mit Anzeige wegen unerlaubten Glücksspiels Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels eingestellt, zumal nach Prüfung der Anzeige kein Grund zur weiteren Verfolgung gesehen wurde (§90 Abs. 1 Strafprozessordnung).

Regulatorische Entwicklung in Europa
In den letzten Monaten war zwar als Folge des Gambelli-Urteils bei nationalen Gerichten ein Trend in Richtung Liberalisierung erkennbar, insgesamt ist die Anwendung der europäischen Grundfreiheiten durch nationale Gerichte jedoch nicht einheitlich.

In diesem Zusammenhang findet am 8. November diesen Jahres eine Anhörung vor dem deutschen Bundesgerichtshof hinsichtlich der Zulässigkeit von privaten Wettanbietern statt. Mit einem Urteil ist frühestens Anfang 2006 zu rechnen. Die daraus mögliche Liberalisierung des deutschen Sportwettmarkts würde für betandwin nicht nur mögliche zusätzliche Konkurrenz bedeuten, sondern auch wesentlich größere kommerzielle Flexibilität. Das Business-to-Business Geschäftsmodell könnte im Zusammenhang mit einer Liberalisierung der Wettmärkte durch Kooperationen mit ausgewählten europäischen Medienhäusern mit umfangreichen Sportrechten aufgrund von betandwins Technologieführerschaft im Bereich Sportwetten neue Geschäftspotenziale erschließen.

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Ende der Mitteilung euro adhoc 12.08.2005 08:00:00
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