Broukal kritisiert Uni-Zulassungsbedingungen

Wien ((SK)) - =

"Im Herbst erfolgt die Zulassung zum Studium in
Tirol aufgrund der Beurteilung von Motivationsschreiben", kritisierte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal die fehlende Objektivität der Auswahlkriterien für die Zulassung zu bestimmten Studien am Donnerstag im Rahmen einer Dringlichen Anfrage im Nationalrat. Die Verantwortung dafür "übernimmt Ministerin Gehrer". In Graz würden auf 1.000 Interessierte 100 Studienplätze kommen - auch hier stelle sich die Frage nach einer objektiven Beurteilung der BewerberInnen. Sind nur 100 dafür geeignet oder werden 700 geeignete Interessenten abgelehnt, weil Gehrer "nicht dafür gesorgt hat, dass es genug Studienplätze gibt"? Auch Gehrers Argument, dass von 170 Studienrichtungen nur zwei Prozent Zugangsbeschränkungen hätten entkräftete Broukal, denn in diesen zwei Prozent würden sich 33 Prozent der Studierenden befinden. ****

Der SPÖ-Wissenschaftssprecher zeigte sich enttäuscht, dass die von ihm beantragte Aussprache des Wissenschaftsausschusses mit der Bildungsministerin, dem Finanzminister und den Rektorenchefs nicht zu stande kommen konnte. "Die Aussprache wurde von der ÖVP abgelehnt", erklärte Broukal. Es wurde abgelehnt, da man über diese Dinge nicht reden wolle, denn "man will nicht hören, dass wirklich Geld fehlt". Abschließend wies Broukal darauf hin, dass die Öffentlichkeit bereits ihre Meinung über die Politik Gehrers gefällt habe - der neue OGM-Vertrauensindex zeige, dass Gehrer um 13 Punkte abstürzte und damit den letzten Platz aller Regierungsmitglieder einnehme. Die Öffentlichkeit nehme Gehrer nicht mehr ab, dass alles autonom sei und somit die Regierung nichts mehr angehe: "zu Recht". (Schluss)sf

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