Mölzer: "Österreicher beweisen Realitätssinn."

Steigende EU-Skepsis der Österreicher bestätigt Haltung für ein anderes Europa

Wien (OTS) - 2005-08-11 - "Die ständig steigende EU-Skepsis der Österreicher ist eine Bestätigung der Haltung bei der Volksabstimmung von 1994, wo sich ein gutes Drittel gegen den EU-Beitritt ausgesprochen hatte", erklärte heute der freiheitliche Europaabgeordnete Andreas Mölzer im Hinblick auf eine Studie der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. In dieser Studie meinten 42 Prozent der Befragten, daß die Entscheidung zur EU-Mitgliedschaft falsch gewesen sei, 52 Prozent, wollen - trotz der Abgehobenheit der Brüsseler Eurokraten - an der EU-Mitgliedschaft Österreichs weiterhin festhalten.

"Die Kritik am sozialen Defizit und an der Übermacht der großen Mitgliedstaaten beweist eindeutig, daß unsere Haltung für ein anderes Europa richtig ist", unterstrich Mölzer weiter. Das Ergebnis der Studie sei ein klarer Auftrag an die Bundesregierung. Der freiheitliche EU-Abgeordnete fordert daher Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eindringlich auf, "endlich auf die Wünsche der Bürger einzugehen". Der Schwerpunkt der österreichischen Ratspräsidentschaft muß daher die Umgestaltung der EU zu einem Europa der Vaterländer sein, in dem die Bürger und nicht die internationalen Konzerne an erster Stelle stehen, so Mölzer. "Wenn aber Schüssel die Ratspräsidentschaft nur dazu nutzt, um sich im Kreis der Mächtigen zu sonnen, darf er sich nicht wundern, wenn immer mehr Österreicher der EU den Rücken kehren", ist Mölzer überzeugt.

"Wenn sich die EU nicht hin zu einem Staatenbund der freien Völker und zu einem Europa der Bürger ändert, dann ist der Austritt aus der EU eine Option", betonte der freiheitliche Europaabgeordnete. Die Brüsseler Eurokraten und Bundeskanzler Schüssel sind gut beraten, endlich den Willen der Bürger ernstzunehmen. "Sonst wird sich jenes Viertel der Österreicher, das bereits jetzt für einen Austritt Österreichs aus der EU ist rasch vergrößern und dann müsse man wirklich für die Option eines Austritts Österreichs aus der EU eintreten", warnte Mölzer abschließend.
(Schluß) bt

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