U 1-Süd-Verlängerung - SP-Driemer: BZÖ-Barnet einmal mehr schlecht informiert

Zustimmung des Finanzminister zu 50prozentiger Kostenbeteiligung des Bundes noch immer ausständig

Wien (SPW-K) - "Erst wenn seitens des Finanzministers eine definitive Zusage hinsichtlich einer 50prozentigen Kostenbeteilung des Bundes für die Verlängerung der U-Bahnlinie U 1 nach Rothneusiedl in den Süden Wiens vorliegt, dann ist es auch möglich dieses Projekt bautechnisch in Angriff zu nehmen. Ohne die finanzielle Zusicherung des Bundes ist die Umsetzung des Vorhabens durch Wien allein nicht möglich. Bislang ist Minister Grasser dem Wunsch nicht nachgekommen, die Behauptung Barnets, der Bund zahle eh´ die Hälfte dazu, belegt einmal mehr wie schlecht sich der BZÖ-Mandtar in sachlicher Hinsicht informiert hat" stellte der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses des Wiener Gemeinderates, Johann Driemer, in einer Replik zu Äußerungen des BZÖ-Politikers fest.

Die Errichtung einer Sportanlage bzw. eines Stadions befände sich gewissermaßen in einer Wechselbeziehung mit dem U-Bahn-Ausbau bis nach Rothneusiedl - beide würden in gewisser Weise einander bedingen, meinte Driemer weiter. Wien werde jedenfalls bald mit der Detailplanung beginnen, um nach der Klärung der - hoffentlich zufriedenstellenden - Finanzierungsmodalitäten rasch und ohne Verzögerung das Vorhaben der U 1-Verlängerung in Angriff nehmen zu können.

Mit unausgegorenen Planungsschnellschüssen ist niemandem gedient

Hinsichtlich der Kritik des Klubobmanns der Favoritner ÖVP, Kohl, meinte der Favoritner Gemeinderat Driemer, dass sich die BürgerInnen schön bedanken würden, wenn jetzt auf Teufel komm raus ohne Abstimmung mit der U-Bahn-Detailplanung eine Park-and-Ride-Anlage in Rothneudiedl errichtet werden würde, die dann möglicherweise um sündteures Geld grundlegend verändert und an die U-Bahn angepasst werden müsste. "Mit unüberlegten Schnellschüssen aus der Hüfte und ÖVP-Oberflächlickeiten ist niemandem, am allerwenigsten den Steuerzahlern, gedient", so Driemer. Auch könne er die Befürchtung Kohls über ein drohendes totales Verkehrschaos in Favoriten nach der Eröffnung der S 1 nicht teilen. Driemer: "Will jemand von der Südautobahn in das Zentrum Favoriten, dann wird er aller Voraussicht nach auch in Zukunft die Tangente und die Ausfahrt Favoriten und nicht die Südumfahrung benützen, auf der dann ein Großteils der LKW-Verkehrs von der Südautobahn zur Ostautobahn und weiter in Richtung Ungarn, Slowakei und Tschechien fließen wird", schloss Driemer. (Schluss)

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